“Blue Velvet ist ein Film, der uns das Böse zeigen will, das unter der Oberfläche des Kleinstadtlebens lauert. Er tut dies so effektiv, dass er zu einer Art filmischem Albtraum wird.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times

United States"Schau nicht zu tief. Du könntest es finden."
An einem sonnigen Nachmittag in Lumberton, North Carolina, findet der College-Student Jeffrey Beaumont ein abgetrenntes Ohr auf einem Feld. Dieses eine Bild zertrümmert die postkartenperfekte Stadt und setzt David Lynchs Meisterwerk von 1986 in Gang. Lynch, frisch vom kommerziellen Misserfolg von Dune, kehrte zu seinen surrealistischen Wurzeln zurück mit einem Budget von 6 Millionen Dollar und einer Vision, die das amerikanische Kino neu definieren sollte. Der Film spielt Kyle MacLachlan als Jeffrey, Laura Dern als die Tochter des Detektivs Sandy und Isabella Rossellini als die geplagte Nachtclubsängerin Dorothy Vallens. Aber es ist Dennis Hoppers Frank Booth, der jede Einstellung stiehlt, ein gas-schnüffelnder Psychopath, dessen Unberechenbarkeit die Rolle legendär machte.
Gedreht in nur 30 Tagen an Originalschauplätzen in Wilmington, North Carolina, nutzte die Produktion lokale Schauspieler und echte Gebäude, um ihr bescheidenes Budget zu strecken. Angelo Badalamenti komponierte hier seine erste Lynch-Partitur, eine üppige, jazzige Klanglandschaft, die ihre zukünftigen Zusammenarbeiten prägen sollte. Frederick Elmes' Kameraführung malt Lumberton in gesättigten Farben, was die Gewalt noch verstörender wirken lässt. Der Film brachte Lynch seine zweite Oscar-Nominierung für die beste Regie ein und spielte im Inland 8,6 Millionen Dollar ein, aber sein wahres Vermächtnis ist kultureller Natur. Blue Velvet wurde 2008 in das National Film Registry aufgenommen und beeinflusst weiterhin Filmemacher von Quentin Tarantino bis David Fincher.
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Jeffrey Beaumont kehrt aus dem College nach Lumberton zurück, als sein Vater einen Schlaganfall erleidet. Auf dem Heimweg durch ein unbebautes Grundstück entdeckt er im hohen Gras ein menschliches Ohr, über das Ameisen krabbeln. Er bringt es zu Detective Williams, der ihn warnt, sich von dem Fall fernzuhalten. Aber Jeffrey kann nicht widerstehen. Er freundet sich mit der Tochter des Detektivs, Sandy, an, die ihm von einer Nachtclubsängerin namens Dorothy Vallens erzählt, die mit dem Ohr in Verbindung stehen könnte.
Jeffrey gibt sich als Mieter aus und betritt Dorothys Wohnung. Er findet sie allein, verletzlich und zutiefst verstört. Nachdem er sich in ihrem Kleiderschrank versteckt hat, trifft Frank Booth ein. Frank ist ein gewalttätiger Drogendealer, der Lachgas inhaliert und Obszönitäten brüllt. Er misshandelt Dorothy und zwingt sie zu erniedrigenden Handlungen. Jeffrey beobachtet durch die Schlitze, wie gelähmt. Als Frank geht, entdeckt Dorothy Jeffrey und verlangt, dass er bleibt. Eine seltsame sexuelle Beziehung entwickelt sich zwischen ihnen, die Zärtlichkeit mit Nötigung vermischt.
Jeffrey versucht, sein normales Leben aufrechtzuerhalten, indem er sich mit Sandy trifft und im Diner Milchshakes teilt. Aber er wird tiefer hineingezogen. Sandy enthüllt, dass Frank möglicherweise in einen Drogenring und einen korrupten Polizisten verwickelt ist. Jeffrey verfolgt Spuren zum Slow Club, wo Dorothy eine eindringliche Version von „Blue Velvet“ singt. Er trifft auch Ben, Franks unheimlich ruhigen Komplizen, der auf einer surrealen Party Roy Orbisons „In Dreams“ lippensynchron vorträgt. Frank entdeckt Jeffreys Beteiligung, verprügelt ihn und nimmt ihn dann mit auf eine entsetzliche Spritztour durch die industriellen Außenbezirke der Stadt, während er schreit und lacht.
Jeffrey und Sandy setzen die Hinweise zusammen: Frank hält Dorothys Ehemann und Sohn als Geiseln, um sie zu kontrollieren. Ein gelber Mann und ein korrupter Detective sind Teil des Plans. Das Geheimnis vertieft sich, als Jeffrey erkennt, dass das Böse nicht nur Frank ist, sondern in das Gefüge der Stadt selbst eingewebt ist.
Official Trailer
Austin Film Society Trailer
Official Rerelease Trailer
Kritischer Konsens
David Lynchs surreales, verstörendes Meisterwerk zieht die Fassade des kleinstädtischen Amerikas zurück und enthüllt die Gewalt und Perversion darunter. Verankert durch Dennis Hoppers erschreckende Performance und Angelo Badalamentis eindringliche Musik, bleibt der Film heute genauso provokativ und einflussreich wie 1986.
“Blue Velvet ist ein Film, der uns das Böse zeigen will, das unter der Oberfläche des Kleinstadtlebens lauert. Er tut dies so effektiv, dass er zu einer Art filmischem Albtraum wird.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
“Mr. Lynch hat eine Welt geschaffen, die sowohl völlig erkennbar als auch völlig seltsam ist, und er hat dies mit einer visuellen Finesse getan, die schlichtweg atemberaubend ist.”
Janet Maslin
The New York Times
“Dennis Hoppers Frank Booth ist eine der erschreckendsten Figuren der Filmgeschichte, ein Mann, dessen Wut so rein ist, dass sie zu einer Art Poesie wird.”
David Denby
New York Magazine
“Es ist ein Film, der einen dreckig fühlen lässt, aber es ist auch ein Film, der einen lebendig fühlen lässt. Lynch hat einen Weg gefunden, das Groteske schön zu machen.”
Pauline Kael
The New Yorker
Director
David Lynch
Writer
David Lynch
Composer
Angelo Badalamenti
Cinematographer
Frederick Elmes
Producer
Fred C. Caruso
Academy Awards (1987)
Beste Regie: Nominated
Golden Globe Awards (1987)
Bester Nebendarsteller: Nominated
Independent Spirit Awards (1987)
Bester Spielfilm: Won
Independent Spirit Awards (1987)
Beste Regie: Won
Independent Spirit Awards (1987)
Beste Kameraarbeit: Won
National Society of Film Critics Awards (1987)
Bester Film: Won
National Society of Film Critics Awards (1987)
Beste Regie: Won
National Society of Film Critics Awards (1987)
Bester Nebendarsteller: Won
National Society of Film Critics Awards (1987)
Beste Kameraarbeit: Won
Los Angeles Film Critics Association Awards (1987)
Beste Regie: Won
Los Angeles Film Critics Association Awards (1987)
Bester Nebendarsteller: Won
Los Angeles Film Critics Association Awards (1987)
Beste Kameraarbeit: Won
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