“Roses Film ist ein geschicktes, erschreckendes Werk mit einer wirklich unheimlichen Atmosphäre und einer starken Leistung von Tony Todd als Candyman.”
Janet Maslin
The New York Times

Teil einer Sammlung
Candyman Collection
Bernard Roses Horrorfilm Candyman aus dem Jahr 1992 kam mit einer Hakenhand und einem Bienenschwarm daher, aber er trug etwas mit sich, das seltener war als Blut: eine Idee. Basierend auf Clive Barkers Kurzgeschichte The Forbidden verlegt der Film die Handlung von Liverpool in die Wohnprojekte von Cabrini-Green in Chicago. Virginia Madsen spielt Helen Lyle, eine Doktorandin, deren akademische Untersuchung von urbanen Legenden tödlich wird, als sie einen übernatürlichen Mörder heraufbeschwört, indem sie seinen Namen fünfmal in einen Spiegel sagt. Tony Todds überragende, tragische Darstellung des Candyman macht aus einem B-Movie-Konzept etwas Opernhaftes.
Der Film wurde an Originalschauplätzen in den tatsächlichen Projekten gedreht, kostete 6 Millionen Dollar und spielte weltweit über 25 Millionen Dollar ein. Philip Glass komponierte die Filmmusik, dessen minimalistische Klavier- und Streicherklänge dem Horror eine melancholische, fast klassische Schwere verleihen. Der Film erhielt bei seiner Veröffentlichung gemischte Kritiken, wurde aber seitdem als Meilenstein des Horrorfilms der 1990er Jahre wiederentdeckt und für seine Bereitschaft gelobt, sich direkt mit Rassismus, Klasse und den Mechanismen der Mythenbildung auseinanderzusetzen.
Verfügbarkeit und Preise können sich ändern. Vor dem Kauf auf der Website des Anbieters bestätigen.
Helen Lyle ist Doktorandin an der University of Illinois at Chicago und erforscht zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Bernadette Walsh urbane Legenden. Ihre Arbeit führt sie zu einer Geschichte, die in den nahegelegenen Wohnprojekten von Cabrini-Green kursiert: Sage den Namen Candyman fünfmal in einen Spiegel, und ein Geist mit Hakenhand wird erscheinen und dich töten. Helens Ehemann Trevor, ein erfolgreicher Arzt, tut ihre Forschung als trivial ab, aber Helen wird tiefer in die Legende hineingezogen.
Sie befragt Bewohner, darunter Anne-Marie McCoy, die behauptet, der Candyman habe ihren kleinen Sohn angegriffen. Helen findet die Geschichte überzeugend, bleibt aber skeptisch. Sie besucht das berüchtigte Badezimmer von Cabrini-Green, in dem angeblich ein Mord geschah, und spricht den Namen auf eine Herausforderung hin fünfmal aus. Zuerst passiert nichts, aber bald beginnt der Candyman, sie heimzusuchen. Er ist eine große, imposante Gestalt mit einem Haken als Hand, gekleidet in einen zerlumpten Mantel, und von einer Wolke aus Bienen umgeben. Er spricht mit einer tiefen, verführerischen Stimme und scheint ihre Geheimnisse zu kennen.
Der Candyman legt Helen eine Reihe brutaler Morde zur Last. Bernadette wird getötet, und Helen wird verhaftet und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie flieht, entschlossen zu beweisen, dass der Candyman real ist, und seinen Amoklauf zu stoppen. Ihre Untersuchung führt sie zurück nach Cabrini-Green, wo sie mehr über die Ursprünge des Candyman erfährt: Er war einst Daniel Robitaille, der Sohn eines reichen Sklavenhalters, der sich in eine weiße Frau verliebte. Ein Lynchmob schnitt ihm mit einer rostigen Säge die Hand ab und bestrich ihn mit Honig, sodass er von Bienen zu Tode gestochen wurde. Sein Geist ernährt sich nun von Angst und Erinnerung.
Helens akademische Distanz bröckelt, als sie der Realität des Candyman gegenübersteht. Sie erkennt, dass der Glaube selbst ihm Macht verleiht. Die Geschichte baut sich zu einer finalen Konfrontation in den Projekten auf, in der Helen entscheiden muss, wie weit sie bereit ist zu gehen, um ihn zu stoppen. Der Film verwebt Themen des städtischen Verfalls, der rassistischen Gewalt und der Art und Weise, wie Geschichten unsere Welt formen, und lässt die Frage, was real ist und was Legende, in der Luft hängen.
Official Trailer
Kritischer Konsens
Candyman übertrifft typische Slasher-Kost mit seinem intelligenten Drehbuch, seiner atmosphärischen Regie und Tony Todds ikonischer Darstellung. Während einige Kritiker seinen sozialen Kommentar als übertrieben empfanden, hat die Mischung aus gotischem Horror und urbanem Realismus dem Film einen bleibenden Ruf als nachdenklicher, wirklich erschreckender Horror-Klassiker eingebracht.
“Roses Film ist ein geschicktes, erschreckendes Werk mit einer wirklich unheimlichen Atmosphäre und einer starken Leistung von Tony Todd als Candyman.”
Janet Maslin
The New York Times
“Der Film ist eine kluge, verstörende Meditation über die Macht urbaner Legenden, und Tony Todds Candyman ist eine wirklich erschreckende Schöpfung.”
Owen Gleiberman
Entertainment Weekly
“Tony Todds Candyman ist eine Figur von tragischer Größe, ein Monster, das auch ein Opfer ist, und seine Darstellung verleiht dem Film eine dunkle, opernhafte Qualität.”
Richard Harrington
The Washington Post
“Ein seltener Horrorfilm, der auf mehreren Ebenen funktioniert, als Slasher, als Gesellschaftskritik und als Meditation über die Macht des Mythos. Philip Glass' Filmmusik ist ein Meisterwerk.”
Kim Newman
Empire Magazine
Director
Bernard Rose
Writers
Clive Barker, Bernard Rose
Composer
Philip Glass
Cinematographer
Anthony B. Richmond
Producers
Steve Golin, Alan Poul, Sigurjón Sighvatsson
Fangoria Chainsaw Awards (1993)
Bester Darsteller: Won
Saturn Awards (1993)
Bester Horrorfilm: Nominated
Saturn Awards (1993)
Beste Schauspielerin: Nominated
Saturn Awards (1993)
Bestes Make-up: Nominated
MTV Movie Awards (1993)
Bester Bösewicht: Nominated
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