“Saura's film is a work of great subtlety and beauty, using the eyes of a child to explore the dark corners of a repressive society.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times

Spain"Züchte Raben, und sie werden dir die Augen auspicken."
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Im Sommer 1975, als das Regime von Francisco Franco seinem Ende zuging, drehte Carlos Saura einen Film, der zu einem Eckpfeiler des spanischen Kinos werden sollte. Cría Cuervos (Rabennest) ist ein Psychodrama, das durch die Augen der achtjährigen Ana, gespielt von Ana Torrent, gesehen wird. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters zieht sich Ana in eine Welt der Erinnerung und Fantasie zurück, geplagt vom Geist ihrer Mutter und der bedrückenden Präsenz ihrer Tante.
Saura, eine führende Figur des spanischen Arthouse-Kinos, schrieb und inszenierte diese allegorische Geschichte. Geraldine Chaplin spielt Doppelrollen als Anas Mutter und ihr erwachsenes Ich und fügt eine Ebene zeitlicher Ambiguität hinzu. Der Film gewann 1976 den Großen Preis bei den Filmfestspielen von Cannes und war Spaniens Beitrag für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Mit seiner traumhaften Struktur und der eindringlichen Klaviermusik von Federico Mompou bleibt Cría Cuervos eine tiefgründige Meditation über Kindheitstraumata und das Erbe des Autoritarismus.
Verfügbarkeit und Preise können sich ändern. Vor dem Kauf auf der Website des Anbieters bestätigen.
Die achtjährige Ana lebt in einer verfallenden Villa in Madrid mit ihren beiden älteren Schwestern Irene und Maite und ihrer strengen Tante Paulina. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Anas Vater Anselmo, einem Militäroffizier, dessen autoritäre Präsenz das Haushalt bestimmte. Die Erzählung verwebt die Gegenwart, die Tage nach der Beerdigung, und fragmentierte Erinnerungen, wodurch ein nichtlinearer, traumhafter Fluss entsteht, der Anas innere Welt widerspiegelt.
Anas Mutter, ebenfalls Ana genannt, starb Jahre zuvor an einer mysteriösen Krankheit. In ihrer Trauer stellt sich das Mädchen ihre Mutter als geisterhafte Präsenz vor, die Trost spendet. Tante Paulina, die die Leitung übernommen hat, ist streng und kalt und bildet einen scharfen Kontrast zu Rosa, der warmherzigen Magd, die den Kindern echte Zuneigung zeigt. Ana entdeckt in dem Arbeitszimmer ihres Vaters ein weißes Pulver, von dem sie glaubt, dass es zum Vergiften ihrer Mutter verwendet worden sein könnte. Sie hortet es heimlich und erwägt dessen Verwendung als Mittel zur Flucht vor den bedrückenden Erwachsenen um sie herum.
Anas Beziehung zu ihren Schwestern ist komplex. Irene, die älteste, ist rebellisch und träumt davon, das Elternhaus zu verlassen. Maite ist ruhiger, zurückhaltender. Die jüngste Schwester, die stumm ist, teilt eine stille Verbindung mit Ana. Der Film folgt ihren täglichen Routinen: Spielen im Garten, Schulbesuch und Navigation durch die angespannte Atmosphäre des Haushalts. Anas Fantasien verschwimmen mit der Realität, während sie sich vorstellt, ihre Tante und ihren Vater zu konfrontieren und das Pulver zu benutzen, um sich zu befreien.
Eine Schlüsselszene zeigt die Mädchen, wie sie im Garten zu Jeanettes Lied "¿Por qué te vas?" tanzen und singen, ein Moment flüchtiger Freude, der im Gegensatz zur düsteren Stimmung im Haus steht. Die Spannung steigt, als Tante Paulina immer kontrollierender wird und Anas Besessenheit vom Pulver wächst. Die Erzählung steuert auf eine Konfrontation zu, bei der Ana entscheiden muss, ob sie ihren dunklen Impulsen nachgibt oder in ihren Fantasien gefangen bleibt.
Kritischer Konsens
Ein eindringliches Meisterwerk des spanischen Kinos, Cría Cuervos, nutzt die Perspektive eines Kindes, um Trauma und politische Unterdrückung zu erforschen. Ana Torrents Leistung ist erstaunlich, und Saura's Regie schafft eine traumähnliche Atmosphäre, die lange nach dem Abspann nachhallt.
“Saura's film is a work of great subtlety and beauty, using the eyes of a child to explore the dark corners of a repressive society.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
“Carlos Saura hat einen Film gedreht, der sowohl zutiefst persönlich als auch politisch bedeutsam ist, eine Meditation über Erinnerung und Verlust.”
Vincent Canby
The New York Times
“Saura's Inszenierung ist meisterhaft und schafft eine klaustrophobische Atmosphäre, die die psychologische Gefangenschaft seiner Charaktere widerspiegelt.”
Variety Staff
Variety
“Ein eindringliches, elliptisches Meisterwerk, das die Konventionen des gotischen Melodrams nutzt, um das Erbe des Franco-Spaniens zu erforschen.”
David Parkinson
Empire Magazine
Director
Carlos Saura
Writer
Carlos Saura
Composer
Federico Mompou
Cinematographer
Teo Escamilla
Producer
Elías Querejeta
Cannes Film Festival (1976)
Großer Preis der Jury-Preis: Winner
Cannes Film Festival (1976)
Goldene Palme: Nominee
CEC Awards (1977)
Bester Film: Winner
CEC Awards (1977)
Beste Regie: Winner
CEC Awards (1977)
Beste Schauspielerin: Winner
Fotogramas de Plata (1977)
Bester spanischer Film: Winner
Sant Jordi Awards (1977)
Bester spanischer Film: Winner
Academy Awards (1978)
Bester fremdsprachiger Film: Nominee (submission)
National Board of Review (1978)
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