“Der Film ist ein langer, langsamer Aufbau zu einer Auflösung, die das Warten wert ist, aber der Aufbau ist so selbstgefällig, dass er Gefahr läuft, das Publikum zu verlieren.”
Roger Ebert
RogerEbert.com

Quentin Tarantinos Death Proof ist ein Liebesbrief an die rauen Exploitation-Filme der 1970er Jahre, verpackt in einem modernen Slasher-Gerüst. Der Film konzentriert sich auf Stuntman Mike, einen vernarbten und bedrohlichen Stuntfahrer, gespielt von Kurt Russell, der seinen verstärkten 1970er Chevy Nova benutzt, um junge Frauen auf abgelegenen Highways zu verfolgen und zu ermorden. Aber der Film ist in zwei verschiedene Hälften geteilt, die jeweils eine andere Gruppe von Frauen in Texas verfolgen. Die erste Gruppe, darunter die Radiomoderatorin Jungle Julia (Sydney Tamiia Poitier) und ihre Freundinnen, fallen Mikes brutalem Angriff zum Opfer. Die zweite Gruppe, mit der Stuntfrau Zoë Bell, die sich selbst spielt, zusammen mit Abernathy (Rosario Dawson) und Kim (Tracie Thoms), dreht den Spieß in einem spektakulären, kathartischen Showdown um.
Ursprünglich als Teil des Grindhouse-Doppelprogramms neben Robert Rodriguez' Planet Terror veröffentlicht, wurde Death Proof später zu einer eigenständigen 113-minütigen Fassung erweitert. Mit einem Budget von 25 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit 31 Millionen US-Dollar ein. Seine rohe, ungeschliffene Ästhetik, die ausgedehnten Dialogszenen und die praktischen Autostunts spalteten die Kritiker, brachten ihm aber eine Kultanhängerschaft ein. Die finale Verfolgungsjagd, die mit realen Geschwindigkeiten und ohne CGI durchgeführt wurde, gilt weithin als eine der größten Autoverfolgungsjagden der Kinogeschichte.
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Der Film beginnt in Austin, Texas, wo Jungle Julia, eine beliebte Radiomoderatorin, mit ihren Freundinnen Arlene und Shanna ihren Geburtstag feiert. Sie gehen in eine Bar namens Texas Chili Parlor, wo sie einen ruhigen, vernarbten Mann treffen, der ein Bier trinkt: Stuntman Mike. Er ist höflich, aber beunruhigend, macht anzügliche Bemerkungen und starrt zu lange. Die Frauen weisen ihn ab, aber Mike ist ein Raubtier, und sein 1970er Chevy Nova, mattschwarz mit einem Totenkopf auf der Motorhaube, ist seine Waffe der Wahl.
Später in dieser Nacht, nachdem die Frauen gegangen sind, folgt Mike ihnen auf eine verlassene Autobahn. Er fährt neben ihr Auto, blinkt mit den Scheinwerfern und rammt sie dann mit hoher Geschwindigkeit, was einen schrecklichen Unfall verursacht. Er kehrt dann um und tötet die Überlebenden mit brutaler Effizienz. Der Angriff ist plötzlich, gewalttätig und schockierend. Die erste Hälfte endet damit, dass Mike wegfährt, sein Auto unbeschädigt.
Vierzehn Monate später verlagert sich die Geschichte nach Lebanon, Tennessee. Eine neue Gruppe von Frauen wird vorgestellt: die Stuntfrau Zoë Bell, die Maskenbildnerin Lee und ihre Freundinnen Abernathy und Kim. Sie arbeiten an einem Filmset und sind weitaus durchsetzungsfähiger und fähiger als die erste Gruppe. An ihrem freien Tag leihen sie sich einen makellosen weißen 1970er Dodge Challenger von einem Filmstar und beschließen, ihn auf der offenen Straße zu testen.
Die Frauen verbinden sich über Musik, schnelles Fahren und ein gefährliches Spiel namens Schiffsmasch, bei dem Zoë auf der Motorhaube des rasenden Autos sitzt und sich an Gurten festhält. Dieser fröhliche, rücksichtslose Akt bringt sie auf Kollisionskurs mit Stuntman Mike, der mit seinem Nova zurückgekehrt ist. Er beginnt, sie auf der Autobahn zu verfolgen, und die Frauen erkennen bald, dass sie gejagt werden. Die Spannung steigt, als Mike ihr Auto rammt, aber die Frauen weigern sich, Opfer zu sein. Sie wehren sich und verwandeln die Verfolgungsjagd in einen Kampf der Willenskraft und des Überlebens.
Death Proof (2007) TRAILER
Kritischer Konsens
Death Proof ist eine stilvolle, selbstverliebte Hommage an das Ausbeutungskino der 1970er Jahre, die eine brillante Leistung von Kurt Russell und eine spannende Verfolgungsjagd am Ende bietet, aber ihr langsames Tempo und ihre dünne Handlung könnten die Geduld der Zuschauer auf die Probe stellen.
“Der Film ist ein langer, langsamer Aufbau zu einer Auflösung, die das Warten wert ist, aber der Aufbau ist so selbstgefällig, dass er Gefahr läuft, das Publikum zu verlieren.”
Roger Ebert
RogerEbert.com
“Herr Tarantino ist ein Virtuose der Filmsprache, aber hier scheint er oft nur zu sich selbst zu sprechen.”
Manohla Dargis
The New York Times
“Ein actiongeladener, spannender Verfolgungsfilm, der sowohl eine Liebeserklärung als auch eine Dekonstruktion des Genres ist, aber auch eine geschwätzige, überlange Selbstgefälligkeit darstellt.”
Todd McCarthy
Variety
“Die finale Autoverfolgungsjagd ist ein Meisterwerk an Spannung und Stunts, aber der Film ist eine frustrierende, unausgewogene Erfahrung, die sich wie ein erster Entwurf anfühlt.”
Peter Bradshaw
The Guardian
“Es ist ein Film, der sowohl eine Feier als auch eine Kritik am männlichen Blick ist, und der letzte Akt ist eine glorreiche, kathartische Explosion weiblicher Wut.”
David Edelstein
New York Magazine
Director
Quentin Tarantino
Writer
Quentin Tarantino
Cinematographer
Quentin Tarantino
Producers
Erica Steinberg, Elizabeth Avellan, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino
Saturn Awards (2008)
Bester Action-/Abenteuer-/Thrillerfilm: Nominated
Saturn Awards (2008)
Bester Hauptdarsteller (Kurt Russell): Nominated
Empire Awards (2008)
Bester Thriller: Nominated
Golden Trailer Awards (2008)
Beste Musik: Won
Satellite Awards (2008)
Bester Nebendarsteller (Kurt Russell): Nominated
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