Steven Spielberg kehrt zu den Themen zurück, die Unheimliche Begegnung der dritten Art zu einem Meilenstein machten, jedoch mit der müden Skepsis einer Post-Wahrheits-Ära. Disclosure Day folgt Margaret Fairchild (Emily Blunt), einer Meteorologin, die auf ein elektromagnetisches Signal stößt, das nicht natürlich sein kann. Ihre Entdeckung löst eine Kettenreaktion durch Regierungsbehörden, Tech-Start-ups und Vatikan-Observatorien aus und zwingt die Welt zu einer Frage, die sie noch nie nüchtern beantworten musste: Was, wenn wir tatsächlich Beweise hätten?
Spielberg und Co-Autor David Koepp arbeiteten 18 Monate am Drehbuch und webten reale Entwicklungen wie die UAP-Taskforce des Pentagons ein. Das Ergebnis ist ein Verschwörungsthriller, der sich wie aus den morgigen Schlagzeilen gerissen anfühlt, getragen von Blunts leise intensiver Darstellung. Sie trainierte drei Monate lang mit einem Meteorologen des National Weather Service, um die technischen Details richtig hinzubekommen. John Williams steuerte im Alter von 94 Jahren seine 30. Spielberg-Partitur bei, eine Mischung aus orchestraler Wärme und unheimlichen Synthesizer-Klängen, die außerirdische Frequenzen darstellen sollen.
Der Film startete am 10. Juni 2026 mit einem Budget von 115 Millionen Dollar und spielte in seiner ersten Laufzeit weltweit 92,9 Millionen Dollar ein. Obwohl kein Blockbuster, entfachte er Gespräche über Regierungstransparenz und die Bereitschaft der Menschheit für Kontakte, wobei mehrere Nachrichtenagenturen seine fiktiven Szenarien mit echten AARO-Anhörungen verglichen.
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PlotSpoilerfrei
Margaret Fairchild arbeitet als Meteorologin beim National Weather Service in Washington, D.C. Sie ist alleinerziehende Mutter einer Teenager-Tochter und trauert noch um den Verlust ihres Mannes, eines Militärpiloten, der unter geheimnisvollen Umständen starb. An einem Morgen entdeckt sie ein massives, organisiertes Muster elektromagnetischer Schwankungen, das jedem bekannten Wettermodell widerspricht. Sie legt die Daten ihrem Chef Noah Scanlon (Colin Firth) vor, einem vorsichtigen Bürokraten, der sie warnt, keine Anomalien zu verfolgen, die die Glaubwürdigkeit der Behörde beschädigen könnten.
Unterdessen verfolgt Daniel Kellner (Josh O'Connor), ein Tech-Unternehmer und Verschwörungstheoretiker, ähnliche Signale durch sein eigenes Untergrundnetzwerk. Er betreibt eine beliebte Plattform zur Enthüllung von Regierungsgeheimnissen und glaubt, dass die Regierung seit Jahrzehnten von außerirdischem Leben weiß. Daniels öffentliche Enthüllungen lösen ein Medienecho aus und ziehen die Aufmerksamkeit von Hugo Wakefield (Colman Domingo) auf sich, einem ranghohen Präsidentenberater mit tiefen Geheimdienstverbindungen. Wakefield rekrutiert Margaret für eine geheime Taskforce, doch sie erkennt bald, dass deren wirklicher Zweck darin besteht, Beweise zu unterdrücken, nicht zu untersuchen.
Margaret verbündet sich mit Jane Blakenship (Eve Hewson), einer Pentagon-Whistleblowerin, die Zugang zu Akten hat, die Begegnungen bis in die 1940er Jahre dokumentieren. Jane enthüllt, dass die Regierung in geheimen Einrichtungen außerirdische Technologie nachbaut. Jackson (Wyatt Russell), ein Militäroffizier, der Margaret überwachen soll, beginnt seine Befehle zu hinterfragen, als er die Beweise selbst sieht. Schwester Maura (Elizabeth Marvel), eine Vatikan-Astronomin, argumentiert, dass außerirdischer Kontakt ein Moment spiritueller Transzendenz und nicht der Krise wäre. Casper Boyd (Henry Lloyd-Hughes), ein britischer Geheimdienstverbindungsmann, versucht, eine internationale Vereinbarung zur Kontrolle der Erzählung zu vermitteln.
General Dobbs (Michael Gaston) befürwortet eine präventive militärische Reaktion, während Angela Childs (Gabby Beans), eine Journalistin der Washington Post, Margaret und Jane hilft, strategisch Dokumente zu leaken. Agent Diaz (Elliot Villar), ein FBI-Spionageabwehragent, verfolgt sie als Verräter. Die Geschichte steuert auf eine weltweit im Fernsehen übertragene Präsidentenansprache zu, in der Margaret und ihre Verbündeten entscheiden müssen, ob sie die Wahrheit durch offizielle Kanäle enthüllen oder eine Offenlegung erzwingen, die die Zivilisation destabilisieren könnte. Der Film erforscht die Spannung zwischen Staunen und Angst, Wissen und Kontrolle und fragt, ob die Menschheit bereit ist zu erfahren, dass sie nicht allein ist.
Disclosure Day ist ein typischer Spielberg: ein herzlicher, visuell atemberaubender und intellektuell fesselnder Sci-Fi-Thriller, der tiefgreifende Fragen über den Platz der Menschheit im Universum stellt, auch wenn seine vertrauten Muster und gelegentlich schwerfälligen Botschaften ihn daran hindern, die Höhen seiner besten Werke zu erreichen.