“Ein großzügiger, tief empfundener Film über die Geheimnisse, die wir bewahren, und die Lasten, die wir tragen.”
David Ehrlich
IndieWire
Ryusuke Hamaguchis Drive My Car, adaptiert aus Haruki Murakamis Kurzgeschichte, ist ein leise erschütterndes Drama, das Trauer, Untreue und den langsamen, schmerzhaften Prozess menschlicher Verbindung erkundet. Der Film folgt Yusuke Kafuku, einem Bühnenschauspieler und Regisseur, der noch immer vom plötzlichen Tod seiner Frau Oto zwei Jahre zuvor heimgesucht wird. Als er eine Residenz in Hiroshima annimmt, um eine mehrsprachige Produktion von Tschechows Onkel Wanja zu inszenieren, wird ihm eine stoische junge Fahrerin, Misaki Watari, zugeteilt. Was als unbeholfene Regelung beginnt, verwandelt sich in eine gemeinsame Reise der emotionalen Aufarbeitung.
Hamaguchi erweitert Murakamis Geschichte zu einem dreistündigen Epos und fügt Schichten von Theateraufführung und interkultureller Kommunikation hinzu. Das bewusste Tempo des Films und die intimen Szenen schaffen Raum, damit die Charaktere ihre Wunden nach und nach offenbaren können. Drive My Car wurde 2021 bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt, wo es den Preis für das beste Drehbuch gewann, und erhielt später vier Oscar-Nominierungen, darunter als bester Film, und gewann den Oscar für den besten internationalen Film. Es war der erste japanische Film, der jemals für den Hauptoscar nominiert wurde.
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Yusuke Kafuku ist ein gefeierter Bühnenschauspieler und -regisseur, der mit seiner Frau Oto in Tokio lebt, einer Drehbuchautorin mit einem besonderen kreativen Prozess. Sie entwickelt während des Sex Geschichtenideen und erzählt sie Yusuke am nächsten Morgen. Ihre Ehe ist liebevoll und kollaborativ, aber Yusuke entdeckt, dass Oto Affären hat. Er stellt sie zur Rede, deckt aber nicht auf, was er weiß. Bevor sie etwas klären können, stirbt Oto plötzlich an einer Gehirnblutung.
Zwei Jahre später ist Yusuke noch immer von Trauer und unbeantworteten Fragen verzehrt. Er nimmt eine Residenz bei einem Theaterfestival in Hiroshima an, um Onkel Wanja zu inszenieren. Die Festivalregeln verlangen, dass alle Teilnehmer gefahren werden, also wird ihm Misaki Watari zugeteilt, eine stille junge Frau mit einer schwierigen Vergangenheit. Yusuke sträubt sich zunächst gegen die Regelung und fährt lieber selbst in seinem roten Saab 900, während er eine Kassette mit Otos Stimme hört. Aber Miskis ruhiges, präzises Fahren gewinnt allmählich sein Vertrauen.
Yusuke besetzt Schauspieler aus mehreren Ländern, darunter Lee Yoo-na, eine stumme koreanische Schauspielerin, die in Gebärdensprache spielt, und Koji Takatsuki, einen beliebten, aber skandalumwitterten Schauspieler, der einer von Otos Liebhabern war. Die mehrsprachige Produktion wird zur Metapher für die Schwierigkeit echter Kommunikation. Während der Proben unternehmen Yusuke und Misaki lange Fahrten und öffnen sich langsam über ihre Verluste. Misaki enthüllt, dass ihre Mutter bei einem Erdrutsch starb und dass sie sich selbst die Schuld gibt. Ihre Gespräche sind spärlich, aber tiefgründig, jede Enthüllung trägt dazu bei, ihre emotionale Rüstung zu durchbrechen.
Der Film verwebt Yusukes Vergangenheit mit seiner Gegenwart, zeigt Rückblenden auf seine Ehe und die Nacht, in der er Otos Untreue entdeckte. Er entwickelt auch eine angespannte Bindung zu Takatsuki, der ihm eine Perspektive auf Oto bietet, die seine Erinnerungen verkompliziert. Die Proben für Onkel Wanja spiegeln die inneren Kämpfe der Charaktere wider, während sie sich ihren eigenen Versionen der Themen des Stücks stellen: Reue, Sehnsucht und die Suche nach Sinn. Die Erzählung baut auf die Festivalaufführung hin, in der Yusuke sich endlich seiner Trauer direkt stellen muss.
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Kritischer Konsens
Ryusuke Hamaguchis Drive My Car ist eine reichhaltig lohnende, zutiefst bewegende Adaption, die meisterhaft die Themen Trauer, Verlust und Verbindung durch seine fesselnden Charaktere und sein bewusstes Tempo navigiert.
“Ein großzügiger, tief empfundener Film über die Geheimnisse, die wir bewahren, und die Lasten, die wir tragen.”
David Ehrlich
IndieWire
“Dies ist ein Film, der sich langsam, aber sicher seinen Weg in Ihr Herz und Ihren Verstand bahnt und dort bleibt.”
Brian Tallerico
RogerEbert.com
“Es ist ein meisterhaft gestalteter Film, eine reichhaltige, lohnende und letztlich hoffnungsvolle Erkundung dessen, was es bedeutet, sich mit einem anderen Menschen zu verbinden.”
Katie Walsh
Los Angeles Times
“Der Film ist eine tiefgründige, geduldige und großzügige Meditation über Trauer, Reue und den langsamen, mühsamen Prozess der Heilung.”
Justin Chang
Los Angeles Times
Director
Ryusuke Hamaguchi
Writers
Ryusuke Hamaguchi, Takamasa Oe, Haruki Murakami
Composers
Eiko Ishibashi, Yoshitaka Fujimoto
Cinematographers
Hidetoshi Shinomiya, Lee Tae-hun
Producer
Teruhisa Yamamoto
Academy Award for Best International Feature Film (2022)
Bester internationaler Spielfilm: Won
Cannes Film Festival Best Screenplay (2021)
Bestes Drehbuch: Won
Golden Globe Award for Best Foreign Language Film (2022)
Bester fremdsprachiger Film: Won
National Society of Film Critics Award for Best Film (2022)
Bester Film: Won
Academy Award for Best Picture (2022)
Bester Film: Nominated
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