“Ein filmischer Säuretrip.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
Alejandro Jodorowskys El Topo ist ein surrealistischer Western, der sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. Der Film folgt einem schwarz gekleideten Revolverhelden, El Topo, der sich mit seinem jungen Sohn auf eine Reise durch eine karge Wüste begibt. Ihre Reise ist eine seltsame, gewalttätige Pilgerfahrt, die biblische Allegorien, östliche Philosophie und Spaghetti-Western-Tropen vermischt. Jodorowsky selbst spielt die Titelfigur, während sein leiblicher Sohn Brontis den Jungen darstellt. Gedreht für ein bescheidenes Budget von 400.000 US-Dollar in der mexikanischen Wüste, wurde das halluzinatorische Bildmaterial und die unkonventionelle Erzählung des Films zu einer Mitternachtsfilm-Sensation. Er hatte 1970 Premiere und wurde schnell zu einem Kultfavoriten, der sich einen Ruf als Eckpfeiler des Underground-Kinos erwarb. Die Bewertung des Films von 7,064 von 10 Punkten aus über 665 Stimmen spiegelt seine anhaltende, wenn auch nischige, Anziehungskraft wider.
Die Erzählung, die Jodorowsky mitverfasst hat, entfaltet sich als symbolische Erkundung von Sünde, Erlösung und spiritueller Erleuchtung. El Topo, ein Meister der Gewalt, versucht, seine weltliche Existenz zu transzendieren, indem er sich vier korrupten „Meistern“ stellt. Diese Begegnungen sind keine bloßen Duelle, sondern allegorische Kämpfe gegen Gier, Dogma und spirituelle Leere. Während El Topo fortschreitet, wird sein Sohn zunehmend distanziert und hinterfragt den Weg der Gewalt, den sein Vater verkörpert. Die visuelle Sprache des Films ist ebenso kraftvoll wie seine Themen und verwendet eindringliche, oft beunruhigende Bilder, um eine zutiefst persönliche und esoterische Vision zu vermitteln. Es ist ein Werk, das Interpretation verlangt und geduldige Zuschauer mit einem tiefgründigen, wenn auch herausfordernden, Kinoerlebnis belohnt.
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Der Film beginnt mit einer eindringlichen Darstellung von Gewalt in einem kleinen Wüstendorf, in dem Gesetzlose die Bewohner brutal ermordet haben. In diese Zerstörung reitet El Topo, eine ganz in Schwarz gekleidete Gestalt, begleitet von seinem jungen Sohn. El Topo ist ein legendärer Schütze, der mehrere Gegner mit beunruhigender Effizienz ausschalten kann. Sein Sohn, der von Geburt an zum Krieger erzogen wurde, hinterfragt den gewalttätigen Weg seines Vaters und den Zweck ihrer nomadischen Existenz. Sie sind auf einer Mission, die scheinbar von El Topos Bedürfnis angetrieben wird, sich den Männern zu stellen, die für die Zerstörung des Dorfes verantwortlich sind.
El Topo jagt und eliminiert systematisch die Gesetzlosen, wobei jede Konfrontation stilisierter und brutaler ist als die letzte. Diese Racheakte, obwohl als gerecht dargestellt, offenbaren auch El Topos eigene Fähigkeit zu extremer Gewalt. Nach dieser anfänglichen Mission treffen El Topo und sein Sohn auf Marah, eine Frau, die in der Wüste lebt und von El Topos intensiver Präsenz fasziniert ist. Sie schließt sich ihnen an und wird in ihre zunehmend bizarre und symbolische Reise hineingezogen. El Topo, angetrieben von dem Wunsch nach spiritueller Transzendenz, beschließt, dass er selbst ein Meister werden muss. Um dies zu erreichen, glaubt er, er müsse vier korrupte „Meister“ besiegen, die den Verfall und die spirituelle Korruption der Welt repräsentieren.
Der Großteil des Films folgt El Topo, wie er diese vier Figuren aufsucht. Jeder Meister repräsentiert eine andere Sünde oder ein anderes Versagen: einer ist ein reicher Sammler, ein anderer ein scheinbar erleuchteter Guru und so weiter. Die Herausforderungen, denen sich El Topo stellt, sind nicht nur physische Duelle, sondern symbolische Prüfungen. Er durchquert tückische Landschaften, konfrontiert kultähnliche Anhänger und engagiert sich in immer surrealeren Kämpfen. Während dieser Begegnungen wird El Topos Sohn immer desillusionierter von den Methoden seines Vaters und sehnt sich nach einem Weg, der Frieden statt Zerstörung bietet. Der Film wird zu einem tiefen Eintauchen in die menschliche Psyche und erforscht Themen wie Sünde, Erlösung und die zyklische Natur der Gewalt, alles dargestellt in Jodorowskys charakteristischem traumhaften und oft beunruhigenden visuellen Stil. Die Reise ist ebenso innerlich wie äußerlich und treibt El Topo zu einer endgültigen Konfrontation mit sich selbst und der spirituellen Leere, die er zu füllen sucht.
El Topo - Official 4K Trailer | Alejandro Jodorowsky
Kritischer Konsens
Ein surrealer, gewalttätiger und tief symbolischer Western, El Topo ist eine halluzinatorische Reise in spirituelle Suche und Selbstzerstörung. Alejandro Jodorowskys Meisterwerk bleibt ein Meilenstein des Midnight-Kinos und fordert die Zuschauer mit seiner rätselhaften Erzählung und unvergesslichen Bildern heraus.
“Ein filmischer Säuretrip.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
“Eine bizarre, herausfordernde und letztlich lohnende Erfahrung.”
Variety Staff
Variety
“Jodorowskys Meisterwerk ist eine spirituelle Odyssee, die als Western getarnt ist.”
IndieWire Staff
IndieWire
Director
Alejandro Jodorowsky
Writer
Alejandro Jodorowsky
Composer
Alejandro Jodorowsky
Cinematographer
Rafael Corkidi
Producer
Mick Gochanour
Grand Prize (1971)
Film: Won
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