
Über
Blue Angel ist vor allem als die Band bekannt, die Cyndi Lauper ihren ersten großen Durchbruch verschaffte. Heute ist die Gruppe aufgelöst, und ihr einziges Album bleibt eine Kuriosität für Fans, die Laupers Wurzeln nachspüren. Der Sound der Band war ein bewusster Rückgriff auf Rockabilly und Doo-Wop der 1950er, getragen von Laupers wildem Vibrato und John Turis Saxophon. Kommerziellen Erfolg hatten sie nie, aber ihre Auftritte in New Yorker Clubs verschafften ihnen einen Ruf für energiegeladene Shows und musikalisches Können.
Für Sammler ist das 1980er Album Blue Angel ein seltenes Artefakt, das 1994 auf CD wiederveröffentlicht wurde. Seine Originalsongs, die Lauper und Turi gemeinsam schrieben, deuten auf die skurrile Pop-Sensibilität hin, die Lauper später perfektionieren sollte. Das Cover von „I’m Gonna Be Strong“ wurde auf Laupers Kompilation Twelve Deadly Cyns... and Then Some von 1994 wieder aufgegriffen. Blue Angels Geschichte ist ein kurzes, aber wesentliches Kapitel in der Karriere einer der beliebtesten Ikonen des Pop.
Entstehungsgeschichte
Blue Angel formierte sich 1979, als Gitarrist Arthur „Rockin’ A“ Neilson und Schlagzeuger Johnny Morelli Cyndi Lauper auf einer Party singen hörten. Lauper, damals 26, hatte zwischen Coverbands und Gelegenheitsjobs wie Kellnern und Auftritten in einem japanischen Restaurant gewechselt. Neilson und Morelli waren von ihrer kraftvollen, unkonventionellen Stimme beeindruckt und baten sie, ihr neues Projekt zu fronten. Lauper brachte Keyboarder und Saxophonist John Turi mit, einen talentierten Musiker, der ihr wichtigster Co-Autor wurde. Bassist Lee Brovitz komplettierte die Besetzung.
Die Band probte unermüdlich und entwickelte ein Repertoire aus eigenen Songs und Retro-Covers. Sie wurden Stammgäste im CBGB, Max’s Kansas City und im Lone Star Cafe und bauten sich mit ihrem Rockabilly-Sound eine Fangemeinde auf. 1980 unterschrieben sie bei Polydor Records und nahmen ihr Debütalbum im Record Plant in New York auf, produziert von Joe Renda. Das Album Blue Angel wurde in jenem Jahr veröffentlicht, erreichte aber trotz Werbeunterstützung keine Charts. Polydor ließ die Band fallen, und bis 1981 hatten sie sich aufgelöst. Die Trennung war eine bittere Enttäuschung, befreite Lauper jedoch, eine Solokarriere zu verfolgen, die sie bald zum Star machen sollte.
Mitglieder
Musikstil
Blue Angels Sound wurzelte im Rockabilly und Rock ’n’ Roll der 1950er, mit starken Dosen Doo-Wop und Pop. Laupers Gesangsstil, mit seinem breiten Vibrato und jodelartigen Sprüngen, war bereits voll ausgebildet und verlieh der Band eine unverwechselbare Note. Die Gitarrenarbeit von Arthur Neilson zeichnete sich durch Slap-Back-Echo und twangige Leads aus, während John Turis Saxophon einen hupenden, rhythmischen Punch hinzufügte. Die Rhythmusgruppe aus Brovitz und Morelli trieb die Songs mit einem Schwung an, der an frühen Rock ’n’ Roll erinnerte.
Das einzige Album der Band mischte eigene Songs, die Lauper und Turi gemeinsam schrieben, mit Covers von Popstandards. Titel wie „I’m Gonna Be Strong“ und „Maybe He’ll Know“ zeigten ihre Fähigkeit, älteres Material mit Energie und Haltung neu zu interpretieren. Die Produktion war poliert, behielt aber ein rohes, livehaftiges Gefühl. Blue Angels Retro-Ansatz hob sie von den Punk- und New-Wave-Acts der Zeit ab, machte sie aber auch schwer verkäuflich an ein Mainstream-Publikum, das nach dem nächsten großen Ding suchte.
Diskografie
| Titel | Jahr |
|---|---|
| Blue Angel | 1980 |
Kultureller Einfluss
Blue Angels kultureller Einfluss ist fast vollständig indirekt, als Sprungbrett für Cyndi Laupers Solokarriere. Der Rockabilly-Sound und die 1950er-Ästhetik der Band beeinflussten Laupers spätere Arbeit, insbesondere ihr Debüt She’s So Unusual von 1983, das ähnliche Retro-Elemente in Songs wie „Money Changes Everything“ einbaute. Das Scheitern der Band lehrte Lauper auch wertvolle Lektionen über die Musikindustrie und prägte ihren kämpferisch unabhängigen Ansatz in ihrer Karriere.
Bei eingefleischten Lauper-Fans nimmt Blue Angel einen besonderen Platz als fehlendes Glied zwischen ihren frühen Coverband-Tagen und ihrem Solostar ein. Das Album wurde wiederveröffentlicht und ist bei Sammlern begehrt. Die Geschichte der Band wird oft in Biografien und Dokumentationen über Lauper zitiert und veranschaulicht die Beharrlichkeit und das Glück, die es braucht, um im Musikgeschäft erfolgreich zu sein.
Fankultur
Blue Angel entwickelte nie eine organisierte Fangemeinde. Es gab keinen offiziellen Fanclub, Leuchtstab oder eine Fanfarbe. Ihr Publikum beschränkte sich auf die New Yorker Clubszene, wo sie als zuverlässiger Live-Act bekannt waren. Heute hält eine kleine, aber engagierte Gruppe von Fans und Sammlern die Erinnerung an die Band durch Online-Foren und Vinyl-Tausch am Leben. Die CD-Wiederveröffentlichung ihres Albums von 1994 führte sie einer neuen Generation von Hörern zu, die neugierig auf Laupers Wurzeln waren.
Auszeichnungen & Ehrungen
Meilensteine
Formation of Blue Angel in New York City.
Release of debut and only album 'Blue Angel' on Polydor Records.
Band disbands after Polydor drops them due to poor sales.
Band briefly reforms as Boppin' the Blues without Lauper; she joins for one performance.
Album reissued on CD by Polydor/Chronicles.
Trivia
Der Name der Band wurde von dem Marlene-Dietrich-Film Der blaue Engel von 1930 inspiriert.
Cyndi Lauper arbeitete nach der Auflösung von Blue Angel als Kellnerin und trat in einem japanischen Restaurant auf, bevor sie ihren Solodurchbruch hatte.
Blue Angels Album wurde im Record Plant in New York aufgenommen, einem legendären Studio, das auch Künstler wie John Lennon und Aerosmith beherbergte.
1986 reformierte sich die Band (ohne Lauper) kurzzeitig als Boppin' the Blues. Lauper schloss sich ihnen auf der Bühne im Lone Star Cafe für einen einmaligen Auftritt von Big Mama Thorntons „Hound Dog“ und „That’s Alright Mama“ an.
Schlagwörter
Kurzfakten
- Gegründet
- 1979
- Herkunft
- New York City
- Label
- Polydor
- Genres
- rockabilly
- Mitglieder
- 5
- Status
- Disbanded
Gruppeninfo
- Gegründet
- 1979
- Debüt
- 1980
- Debüt-Song
- I'm Gonna Be Strong
- Herkunft
- New York City, New York, United States
- Unternehmen
- Polydor Records
- Label
- Polydor
- Status
- Aufgelöst (1981)
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