“Murphys G ist ein Rätsel, das Plattitüden darüber von sich gibt, dass man keine materiellen Dinge braucht, und der Film entscheidet nie, ob er ein Betrüger oder echt ist.”
Robert Koehler
Variety

United States"Ein Geschenk des Himmels für den Teleshopping."
Holy Man, 1998 veröffentlicht, ist eine satirische Dramödie unter der Regie von Stephen Herek, die den amerikanischen Konsumismus und die Teleshopping-Fernsehbranche aufs Korn nimmt. Der Film folgt Ricky Hayman (Jeff Goldblum), einem bedrängten Produzenten des angeschlagenen Good Buy Shopping Network, dessen Karriere am Tropf hängt. Als er und seine Kollegin Kate Newell (Kelly Preston) versehentlich fast einen mysteriösen Mann in weißen Gewändern überfahren, entdecken sie G (Eddie Murphy), eine gelassene Figur mit einer unheimlichen Fähigkeit, Menschen auf einer spirituellen Ebene zu erreichen. Verzweifelt, seinen Job zu retten, setzt Ricky G auf Sendung, wo seine einfache Weisheit paradoxerweise die Verkaufszahlen in die Höhe treibt.
Trotz einer vielversprechenden Prämisse und einer Besetzung mit Robert Loggia, Jon Cryer und Eric McCormack war der Film ein kritischer und kommerzieller Misserfolg. Produziert mit einem Budget von 60 Millionen Dollar von Touchstone Pictures, spielte er im Inland knapp über 12 Millionen Dollar ein, was ihn zu einer der größten Kinokassenpleiten des Jahres machte. Kritiker verrissen den Film größtenteils wegen seines unausgeglichenen Tons und der verworrenen Satire, obwohl einige seitdem Eddie Murphys zurückhaltende Darstellung als Abkehr von seinen üblichen energiegeladenen Rollen bemerkt haben. Der Film bleibt eine kuriose Fußnote in den Karrieren seiner talentierten Besetzung und Crew.
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Ricky Hayman, ein Produzent des Good Buy Shopping Network, steht unter Druck. Der Inhaber des Senders, John McBainbridge (Robert Loggia), hat ihm ein Ultimatum gestellt: Die sinkenden Verkaufszahlen umkehren oder seinen Job verlieren. Kate Newell (Kelly Preston) kommt als neue kreative Kraft hinzu, die schnell zu Rickys Kollegin und romantischem Interesse wird. Eines Nachts, als sie zusammen fahren, streifen sie fast einen Mann, der die Autobahn entlanggeht. Der Mann, der sich G (Eddie Murphy) nennt, ist eine gelassene Gestalt in schlichten weißen Gewändern und behauptet, auf einer spirituellen Pilgerreise zu sein.
Aus Schuldgefühlen nehmen Ricky und Kate G bei sich auf. Sie entdecken bald, dass G eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt, mit Menschen in Kontakt zu treten, und einfache, aber tiefgründige Weisheiten bietet, die durch den Lärm des modernen Lebens schneiden. Verzweifelt, seine Karriere zu retten, überredet Ricky G, im Einkaufssender aufzutreten, zunächst als Yogalehrer. Es folgt eine Reihe immer beliebterer Teleshopping-Sendungen, in denen G keine Produkte im herkömmlichen Sinne verkauft. Stattdessen erzählt er spontane Anekdoten und philosophische Betrachtungen über das Leben, die Zufriedenheit und die Leere materieller Besitztümer. Paradoxerweise findet seine anti-konsumistische Botschaft bei den Zuschauern so großen Anklang, dass selbst die am langsamsten verkaufenden Artikel sofort ausverkauft sind.
Als Gs Ruhm wächst, plant der Sender eine große Hauptsendezeit-Sondersendung, um von seiner Popularität zu profitieren. Rickys Karriere wird wiederbelebt, aber er gerät unter Druck von McBainbridge und einem konkurrierenden Senderchef, Scott Hawkes (Eric McCormack), der G abwerben will. Inzwischen wird Kate zunehmend unwohl mit der Kommerzialisierung von Gs Botschaft. Sie sieht, wie Ricky in seinem Streben nach beruflichem Erfolg aus den Augen verliert, was G besonders macht, was ihre romantische Beziehung belastet. G selbst bleibt ein Rätsel, vollbringt kleine Wunder, hypnotisiert einen ängstlichen Händler, lässt eine Rolex verschwinden, berührt Menschen auf eine Weise, die sie zu heilen scheint. Der Film lässt bewusst offen, ob G ein echter Heiliger, ein Scharlatan oder einfach ein zutiefst guter Mensch ist. Seine Anwesenheit zwingt alle um ihn herum, sich ihren eigenen Werten und Prioritäten zu stellen, während die Geschichte auf die entscheidende Sendung zusteuert.
Holy Man - Trailer
Kritischer Konsens
Holy Man versucht, Konsumismus und Spiritualität zu satirisieren, scheitert aber an einem verworrenen Drehbuch, unausgeglichenem Ton und einer verschwendeten Eddie-Murphy-Darbietung, die nie ihren komödiantischen Halt findet. Die guten Absichten des Films werden unter schwerfälliger Botschaftsvermittlung und glanzloser Umsetzung begraben.
“Murphys G ist ein Rätsel, das Plattitüden darüber von sich gibt, dass man keine materiellen Dinge braucht, und der Film entscheidet nie, ob er ein Betrüger oder echt ist.”
Robert Koehler
Variety
“Eine lauwarme, zahnlose Satire auf das Teleshopping, die Schlichtheit für Tiefgründigkeit hält und ihre talentierte Besetzung im Stich lässt.”
Stephen Holden
The New York Times
“Der Film ist ein Chaos, aber ein interessantes, eine Komödie, die nicht weiß, ob sie eine Predigt, eine Romanze oder eine Farce sein will.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
“Eine überraschend leblose Komödie, die ihre vielversprechende Prämisse und talentierte Besetzung in einem Meer von halbgaren Ideen und verpassten Gelegenheiten verschwendet.”
Todd McCarthy
The Hollywood Reporter
Director
Stephen Herek
Writer
Tom Schulman
Composer
Alan Silvestri
Cinematographer
Adrian Biddle
Producers
Roger Birnbaum, Stephen Herek
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