Im Sommer 1991 kommt ein trauernder Teenager namens Daniel Middleton in einer verschlafenen Stadt auf Cape Cod an, mit kaum mehr als einem Koffer und einer Wolke aus Traurigkeit. Sein Vater ist gerade gestorben, und seine Mutter, die überfordert ist, schickt ihn zu seiner Tante. Daniel ist still, unbeholfen, der Typ Junge, der in der Tapete verschwindet. Aber in diesem Sommer stolpert er in eine Welt aus Drogen, Gefahr und erster Liebe, die ihn völlig verändern wird.
Elijah Bynums Regiedebüt ist ein sonnengebräuntes Krimidrama, das in Neon und 90er-Jahre-Nostalgie getaucht ist. Es leiht sich reichlich von Scorsese, mit Voiceover-Erzählung, Zeitlupen-Tracking-Shots und einem Soundtrack voller New-Wave-Hits. Aber der wahre Motor des Films ist Timothée Chalamet, der Daniel mit einer zittrigen Intensität spielt, die ankündigt, dass der Starruhm gleich um die Ecke war. Gedreht direkt nach Call Me by Your Name und vor Lady Bird, zeigt dies Chalamet in einer dunkleren, unbeständigeren Tonlage.
Der Film feierte 2017 auf dem South by Southwest Festival Premiere und wurde von A24 aufgegriffen, fand aber nie ein breites Publikum. Er spielte weltweit etwas über 246.000 Dollar ein und erhielt gemischte Kritiken. Trotzdem hat er eine Kultgemeinde entwickelt, besonders unter Fans, die Chalamet sehen wollen, bevor er ein bekannter Name war, wie er einen Jungen spielt, der auf die harte Tour lernt, dass leichtes Geld seinen Preis hat.
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PlotSpoilerfrei
Daniel Middleton ist sechzehn Jahre alt und verloren. Sein Vater ist gestorben, und seine Mutter, von ihrer eigenen Trauer überwältigt, schickt ihn für den Sommer zu seiner Tante in eine kleine Stadt auf Cape Cod. Das Jahr ist 1991. Daniel kommt an einen Ort, an dem jeder jeden zu kennen scheint, an dem die Tage lang und heiß sind und die örtlichen Teenager ihre Nächte bei Autokinos und Strandpartys verbringen. Er ist ein Außenseiter, buchstabenfixiert und nervös, ohne eine Ahnung, wie er dazugehören soll.
Das ändert sich, als er Hunter Strawberry trifft. Hunter ist alles, was Daniel nicht ist: selbstbewusst, charmant und gefährlich glatt. Er betreibt den lokalen Marihuana-Handel, verkauft Zehnerpäckchen an Kids und Viertelunzen an gelangweilte Hausfrauen. Als Hunter von einem Polizeiauto erschreckt wird und Daniel ein Stash in die Hände drückt, entsteht eine Partnerschaft. Hunter sieht Daniels unschuldiges Gesicht als Vorteil. Daniel sieht einen Ausweg aus seiner Trauer, eine Chance, jemand Neues zu werden.
Die beiden Jungen schließen einen Deal mit Dex, einem unberechenbaren Lieferanten aus Boston, der sie ansieht, als wären sie schon tot. Dex warnt sie: Legt euch mit mir an, und ihr werdet es nicht kommen sehen. Aber das Geld ist zu gut. Daniel und Hunter bauen ein kleines Imperium auf, verkaufen Gras an die halbe Stadt. Daniel beginnt, das Selbstvertrauen zu genießen, das mit Geld und Status kommt. Er beginnt, sich zugehörig zu fühlen.
Dann ist da McKayla. Sie ist Hunters jüngere Schwester, schön und ruhelos, mit einer wilden Ader, die Daniel anzieht. Hunter sagt ihm, er solle sich fernhalten. Daniel hört nicht. Ihre Romanze beginnt in einem Autokino, als McKayla vor ihrem missbräuchlichen Freund flieht und Daniel bittet, sie nach Hause zu fahren. Sie vertieft sich beim Sommerkarneval, wo sie einen Kuss teilen, der einen brutalen Kampf mit McKaylas Ex und seinen Freunden auslöst. Daniel wird verprügelt, aber er gibt nicht nach. Er ist verliebt, und er ist zu tief drin.
Als der Sommer heißer wird, zieht der Drogenhandel Aufmerksamkeit auf sich. Dex fordert mehr Geld. Die örtliche Polizei beginnt herumzuschnüffeln. Und die Spannung zwischen Daniel und Hunter, angefacht durch Eifersucht wegen McKayla, beginnt ihre Partnerschaft zu zerbrechen. Nachrichtenberichte warnen vor einem Hurrikan namens Bob, der auf Cape Cod zurast. Der Sturm kommt, und er wird nichts stehen lassen.
Hot Summer Nights bietet eine charismatische Hauptdarstellerleistung von Timothée Chalamet und stilvolle Zeitatmosphäre, aber die derivative Coming-of-Age-Kriminalerzählung und ungleichmäßigen Tonwechsel des Films untergraben seine Ambitionen. Kritiker lobten die visuelle Ästhetik und das nostalgische 90er-Jahre-Setting, fanden das Drehbuch jedoch mangelhaft in der Tiefe und Originalität, die nötig wären, um vertrautes Material aufzuwerten.