“Ms. Fox, die wegen ihrer Schauspielkunst viel verspottet wurde, ist überraschend effektiv als die dämonisch besessene Jennifer, ein Mädchen, das Jungen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen frisst.”
Manohla Dargis
The New York Times

United States"Cheerleading war noch nie so tödlich."
2009 legte Diablo Cody nach ihrem Oscar-prämierten Juno-Drehbuch etwas radikal anderes vor: eine Horror-Komödie über eine dämonisch besessene Cheerleaderin, die Jungen frisst. Unter der Regie von Karyn Kusama spielt Jennifer's Body Megan Fox als Jennifer Check, das beliebteste Mädchen an der Devil's Kettle High School, und Amanda Seyfried als ihre beste Freundin Needy Lesnicki. Der Film wurde in der Gegend von Vancouver gedreht, das als fiktive Kleinstadt in Minnesota dient, mit einem Budget von 16 Millionen Dollar. Er spielte weltweit 31,5 Millionen Dollar ein, eine bescheidene Rendite, die seinen späteren Kultstatus verdeckte.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren Kritiker und Publikum gespalten. Viele taten ihn als oberflächliches Vehikel für Fox' Sexappeal ab, aber im Laufe der Jahre setzte sich eine scharfe feministische Neuinterpretation durch. Die Kritik des Films daran, wie die Gesellschaft die Körper junger Frauen konsumiert, sein kluger Dialog und seine Subversion von Horror-Klischees haben ihn zu einem Meilenstein des feministischen Horrors des 21. Jahrhunderts gemacht. Heute wird er regelmäßig als missverstandener Schatz zitiert, mit Retrospektiven in großen Publikationen, die sein Vermächtnis neu bewerten.
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Needy Lesnicki blickt auf die seltsamen und erschreckenden Ereignisse zurück, die sich in Devil's Kettle, Minnesota, während ihres Abschlussjahres abspielten. Sie und Jennifer Check sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen und teilen eine intensive Bindung, die an Co-Abhängigkeit grenzt. Jennifer ist die Alpha: schön, selbstbewusst und Cheerleaderin, während Needy die ruhigere, bodenständigere ist, mit einem festen Freund, Chip Dove.
Eines Nachts schleppt Jennifer Needy in eine lokale Spelunke, die Melody Lounge, um Low Shoulder zu sehen, eine schäbige Indie-Rockband aus der Stadt. Jennifer ist besessen vom Leadsänger Nikolai. Während der Show bricht im Pub ein Feuer aus, bei dem mehrere Menschen in einem chaotischen Brand ums Leben kommen. Nach dem Feuer entführt die Band Jennifer und fährt sie in ein abgelegenes Gebiet in der Nähe des berühmten Wasserfalls der Stadt. Needy, die in der Verwirrung getrennt wurde, kehrt schließlich allein und erschüttert nach Hause zurück.
Jennifer erscheint am nächsten Morgen wieder, blutüberströmt und seltsam. Sie fühlt sich kalt an, hat keinen Appetit und scheint ihren Puls verloren zu haben. Bald entwickelt sie einen heftigen Hunger und erbricht schwarze Galle. Die Teenager-Jungen der Stadt tauchen tot auf, ihre Körper grausam verstümmelt. Needy, die schon immer psychische Empfindlichkeit hatte – sie bekommt Nasenbluten, wenn Gefahr droht – beginnt, die Zusammenhänge zu erkennen. Sie entdeckt, dass Low Shoulder versucht hat, Jennifer Satan zu opfern, im Austausch für Ruhm und Reichtum. Aber weil Jennifer keine Jungfrau war, ging das Ritual nach hinten los: Statt zu sterben, wurde sie zu einem Sukkubus, einem Dämon, der männliches Fleisch fressen muss, um zu überleben.
Needy kämpft darum, die verbliebenen Jungen in der Stadt zu schützen, besonders Chip, während sie mit ihrer Loyalität zu Jennifer ringt. Als Jennifers Morde eskalieren, erkennt Needy, dass sie vielleicht die Einzige ist, die ihre ehemalige Freundin stoppen kann. Die Geschichte baut auf eine Konfrontation hin, bei der Needy sich bewaffnet und bereit macht, sich dem Dämon in Jennifers Gestalt zu stellen.
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Kritischer Konsens
Jennifer's Body wurde zunächst als oberflächliches Vehikel für Megan Fox' Sexappeal abgetan, aber seitdem als scharfsinnige, feministische Horror-Komödie neu bewertet, die die Ausbeutung von Teenager-Mädchen und die räuberische Musikindustrie kritisiert. Sein Kultstatus verdankt sich viel Diablo Codys geistreichem Dialog und Karyn Kusamas stilvoller Regie, obwohl Tonwechsel zwischen Camp und Horror die Kritiker immer noch spalten.
“Ms. Fox, die wegen ihrer Schauspielkunst viel verspottet wurde, ist überraschend effektiv als die dämonisch besessene Jennifer, ein Mädchen, das Jungen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen frisst.”
Manohla Dargis
The New York Times
“Der Film ist ein kluger, unbehaglicher, oft lustiger Horror-Thriller, aber auch eine warnende Geschichte über den Preis der Popularität und darüber, wie die Bindung zwischen Teenager-Mädchen sowohl stark als auch verdreht sein kann.”
Owen Gleiberman
Entertainment Weekly
“Ein kluger, wissender Horrorfilm, der seine Teenager-Film-Trappings nutzt, um eine wirklich bösartige feministische Parabel darüber zu liefern, wie die Gesellschaft junge Frauen konsumiert.”
Kim Newman
Empire Magazine
“Diablo Codys Drehbuch ist voller derselben Popkultur-Kenntnisse und knackigen Dialoge, die Juno zum Hit machten, aber hier werden sie im Dienst einer blutigen, lustigen und überraschend berührenden Geschichte über weibliche Freundschaft eingesetzt.”
Alonso Duralde
The Wrap
Director
Karyn Kusama
Writer
Diablo Cody
Composers
Stephen Barton, Theodore Shapiro
Cinematographer
M. David Mullen
Producers
Daniel Dubiecki, Mason Novick, Jason Reitman, Brad Van Arragon
Scream Award (2009)
Bester Horrorfilm: Nominated
Scream Award (2009)
Beste Scream Queen (Megan Fox): Nominated
Scream Award (2009)
Beste Nebendarstellerin (Amanda Seyfried): Nominated
MTV Movie Award (2010)
Bestes Todesangst-Darstellung (Amanda Seyfried): Nominated
Teen Choice Award (2010)
Choice Movie Actress: Horror/Thriller (Megan Fox): Nominated
Fright Meter Award (2010)
Beste Nebendarstellerin (Amanda Seyfried): Won
Fright Meter Award (2010)
Beste Hauptdarstellerin (Megan Fox): Nominated
Fright Meter Award (2010)
Beste Spezialeffekte: Nominated
Golden Trailer Award (2009)
Bester Horror-TV-Spot: Nominated
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