“Herr Washington bringt seine übliche Würde und Intensität in die Rolle, aber der Film um ihn herum ist so unbeholfen konstruiert, dass er seine Bemühungen untergräbt.”
A.O. Scott
The New York Times

United States"Die Liebe eines Vaters kennt keine Grenzen."
Februar 2002. Ein Vater aus der Arbeiterklasse in Chicago betritt mit einer Waffe die Notaufnahme eines Krankenhauses. Er nimmt Ärzte, Krankenschwestern und Patienten als Geiseln. Sein Sohn stirbt an einem vergrößerten Herzen. Die Versicherung übernimmt die Transplantation nicht. John Quincy Archibald hat genug vom Bitten.
Denzel Washington spielt die Titelrolle in Nick Cassavetes' spannungsgeladenem Drama, einem Film, der mitten in Amerikas wachsende Debatte über Gesundheitskosten landete. James Woods spielt Dr. Raymond Turner, den Krankenhausverwalter, der kühl das Kleingedruckte erklärt. Robert Duvall ist Lt. Frank Grimes, der Verhandlungsführer, der langsam erkennt, dass dies keine typische Geiselnahme ist. Gedreht in Toronto mit einem Budget von 36 Millionen Dollar, spielte der Film weltweit über 102 Millionen Dollar ein und wurde zu einem kommerziellen Erfolg, der Kritiker und Publikum stark spaltete.
Der Film trägt seine Politik auf der Zunge. Er stellt eine unverblümte Frage: Was würden Sie tun, wenn das System Ihnen sagt, dass das Leben Ihres Kindes einen Preis hat, den Sie nicht zahlen können? Die Antwort, die er gibt, ist chaotisch, emotional und bewusst provokativ. Washingtons Performance verankert den Film und verleiht einer Prämisse Gewicht, die ins reine Melodram hätte abgleiten können.
Verfügbarkeit und Preise können sich ändern. Vor dem Kauf auf der Website des Anbieters bestätigen.
John Quincy Archibald arbeitet in einer Fabrik in Chicago. Er lebt mit seiner Frau Denise und ihrem kleinen Sohn Michael in einem bescheidenen Haus. Das Leben ist eng, aber machbar. Dann bricht Michael während eines Little-League-Baseballspiels zusammen. Im Krankenhaus überbringt Dr. Raymond Turner die Nachricht: Michael hat ein stark vergrößertes Herz. Ohne eine Transplantation wird er innerhalb weniger Tage sterben.
Die Versicherungspolice der Archibalds hat eine Obergrenze. Der 250.000 Dollar teure Transplantationsvorgang wird nicht abgedeckt. Die Krankenhausverwalterin Rebecca Payne erklärt die Situation mit klinischer Distanz: keine Zahlung, kein Platz auf der Transplantationsliste. John fleht seinen Arbeitgeber an. Er bettelt im Sozialbüro des Krankenhauses. Er versucht, alles zu verkaufen, was er besitzt. Jede Tür schließt sich. Sein Bankkonto ist fast leer. Sein Kreditrahmen ist ausgeschöpft. Der Zustand seines Sohnes verschlechtert sich von Stunde zu Stunde.
Am dritten Tag trifft John eine Entscheidung. Er betritt die Notaufnahme mit einer Waffe und nimmt alle darin als Geiseln. Seine Forderung ist einfach: Setzen Sie Michael auf die Transplantationsliste. Sofort. Die Polizei umstellt das Gebäude. Lt. Frank Grimes übernimmt die Verhandlungen. Chef Gus Monroe drängt auf einen taktischen Angriff. Die Medien schlagen draußen ihr Lager auf und senden jede Entwicklung live.
In der Notaufnahme ist die Situation angespannt. John hält Dr. Turner mit vorgehaltener Waffe in Schach. Zu den anderen Geiseln gehören eine schwangere Frau, ein Sicherheitsbeamter, ein junges Paar und eine Krankenschwester namens Gina Palumbo. Einige Geiseln sympathisieren mit John. Andere haben Angst. Die Spannungen steigen, als Stunden vergehen. Johns Kontrolle über die Situation bröckelt. Er hat nicht geschlafen. Er hat nichts gegessen. Der Zustand seines Sohnes verschlechtert sich auf der Intensivstation im Obergeschoss.
Grimes versucht, eine Beziehung zu John aufzubauen, erfährt von seinem Leben, seinen Ängsten, seiner Verzweiflung. Er sieht einen Mann, der alle legalen Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Monroe will die Geiselnahme mit Gewalt beenden. Die Debatte draußen spiegelt die drinnen wider: Ist John ein Terrorist oder ein Volksheld? Die Uhr tickt weiter. Michaels Herz versagt. Johns Plan scheitert. Und niemand weiß, wie das endet.
Trailer
Kritischer Konsens
John Q ist ein manipulatives Melodram, das eine fesselnde Prämisse nutzt, um über Gesundheitsreform zu predigen, aber seine plumpen Regie und eindimensionalen Charaktere untergraben die emotionale Wirkung. Denzel Washingtons Performance ist der einzige Lichtblick des Films.
“Herr Washington bringt seine übliche Würde und Intensität in die Rolle, aber der Film um ihn herum ist so unbeholfen konstruiert, dass er seine Bemühungen untergräbt.”
A.O. Scott
The New York Times
“Ein dreister, herzzerreißender, sozialkritischer Thriller, der aufs Herz zielt, aber zu oft danebentrifft, nur gerettet durch Washingtons engagierte Performance.”
Todd McCarthy
Variety
“Cassavetes inszeniert mit dem Vorschlaghammer, aber Washington ist so gut, dass man dem Film seine manipulativen Übertreibungen fast verzeiht.”
Peter Travers
Rolling Stone
“Der Film ist eine gut gespielte, aber letztlich oberflächliche Übung in emotionaler Manipulation, die ein ernstes Thema als Hintergrund für einen Thriller nutzt, der seinem Publikum nicht zutraut, selbst zu denken.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
Director
Nick Cassavetes
Writer
James Kearns
Composer
Aaron Zigman
Cinematographers
Rogier Stoffers, Michael Kohnhorst
Producers
Mark Burg, Oren Koules
BET Awards (2002)
Bester Darsteller: Nominated
NAACP Image Awards (2002)
Herausragender Schauspieler in einem Spielfilm: Nominated
NAACP Image Awards (2002)
Herausragende Nebendarstellerin: Nominated
Teen Choice Awards (2002)
Choice Movie: Drama: Nominated
Teen Choice Awards (2002)
Choice Movie Schauspieler: Drama: Nominated
Black Reel Awards (2003)
Bester Darsteller: Nominated
Black Reel Awards (2003)
Bester Original-Soundtrack: Nominated
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