“Der Live Lounge ist zu einem Initiationsritus für Popstars geworden, ein Ort, an dem sie ihr Können unter Beweis stellen können, indem sie den Hit eines anderen neu interpretieren.”
Alexis Petridis
The Guardian

United Kingdom"Intime Auftritte der größten Künstler der Welt"
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Der Live Lounge ist ein legendäres Segment auf BBC Radio 1 und BBC Radio 1Xtra, das seit den späten 1990er Jahren ein fester Bestandteil des britischen Musikradios ist. Es wurde vom damaligen Musikchef Jeff Smith ins Leben gerufen und folgt einem täuschend einfachen Konzept: Ein großer Künstler wird ins Studio eingeladen, um zwei Songs zu performen – einen eigenen Hit und ein Cover eines Songs eines völlig anderen Künstlers. Das Ergebnis ist oft eine reduzierte, akustische Neuinterpretation, die neue Dimensionen des Talents des Künstlers offenbart.
Ursprünglich von Simon Mayo moderiert, erlangte das Segment unter Jo Whiley in den frühen 2000er Jahren große Popularität. Weitere Moderatoren waren Fearne Cotton (2009–2015), Clara Amfo (Mai 2015–August 2021) und das aktuelle Trio Rickie Haywood-Williams, Melvin Odoom und Charlie Hedges (seit September 2021). Auf Radio 1Xtra moderierte Trevor Nelson ab 2009, gefolgt von DJ Ace im Jahr 2017.
Der Live Lounge hat unzählige virale Momente und definitive Cover hervorgebracht. Jamie Cullums Cover von Pharrell Williams‘ ‚Frontin‘‘ aus dem Jahr 2003 führte zu einem Plattenvertrag. Paramores Cover von Drakes ‚Passionfruit‘ hat über 60 Millionen YouTube-Aufrufe. Das Segment bleibt ein Initiationsritus für Pop-Acts, ein Ort, an dem Verletzlichkeit und Virtuosität aufeinandertreffen.
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Der Live Lounge ist keine erzählerische Serie, sondern ein langjähriges Radiosegment mit einem einheitlichen Format. Jede Episode zeigt einen musikalischen Künstler, der zwei Songs performt: einen eigenen Hit und ein Cover eines Songs eines anderen Künstlers. Die Covers sind oft genreübergreifend und bieten eine neue Interpretation eines bekannten Tracks. Die Auftritte werden live in einem dafür vorgesehenen Studio in der BBC Radio 1-Zentrale oder in den größeren BBC Maida Vale Studios aufgenommen.
Die Geschichte des Segments lässt sich an den Amtszeiten seiner Moderatoren nachvollziehen. Simon Mayo startete das Segment in den späten 1990er Jahren. In Jo Whileys Ära (frühe 2000er–2009) wurde der Live Lounge zu einem festen Bestandteil des Tagesradios. Fearne Cottons Amtszeit (2009–2015) brachte große internationale Popstars. Clara Amfo (2015–2021) leitete die Expansion des Segments in das Streaming-Zeitalter. Seit 2021 führen Rickie, Melvin und Charlie die Tradition fort und verleihen ihr ihre eigene Energie.
Jedes Jahr sammeln Compilation-Alben wie Radio 1's Live Lounge die besten Auftritte. Das Segment hat sich an wechselnde Musiktrends angepasst, von Indie-Rock über Grime bis Pop. Zu den Schlüsselmomenten gehören Florence + the Machines Cover von Drakes ‚Take Care‘, Miley Cyrus‘ reduziertes ‚Wrecking Ball‘ und Dua Lipas Cover von Billie Eilishs ‚No Time to Die‘. Der Live Lounge ist zu einer kulturellen Institution geworden, einem Prüfstein für künstlerische Vielseitigkeit.
Die zentrale kreative Herausforderung ist das Cover. Künstler müssen die Arbeit eines anderen neu interpretieren, oft in einem radikal anderen Stil. Dies hat zu ikonischen Momenten geführt: Jamie Cullums jazziges ‚Frontin‘, One Directions ‚Teenage Dirtbag‘ und Paramores ‚Passionfruit‘. Das Segment bietet auch aufstrebenden Acts eine Plattform neben etablierten Stars. Der Live Lounge ist eine Chronik der Popmusik, erzählt durch einzigartige, einmalige Auftritte.
Kritischer Konsens
Der Live Lounge ist eine angesehene Institution in der britischen Musik, die dafür gelobt wird, Künstler auf ihr Kerntalent zu reduzieren und ikonische Cover zu produzieren. Er gilt als Maßstab für künstlerische Glaubwürdigkeit und als wichtige Plattform für etablierte und aufstrebende Acts gleichermaßen. Die kulturelle Wirkung des Segments wird an viralen Auftritten und seiner Rolle bei der Gestaltung von Musiktrends gemessen.
“Der Live Lounge ist zu einem Initiationsritus für Popstars geworden, ein Ort, an dem sie ihr Können unter Beweis stellen können, indem sie den Hit eines anderen neu interpretieren.”
Alexis Petridis
The Guardian
“Es ist ein brillantes Format: Nimm einen Star, lass ihn seinen eigenen Song performen, dann ein Cover. Die Ergebnisse sind oft einprägsamer als die Originale.”
James Masterton
Chart Watch UK
“Der Live Lounge ist eine Meisterklasse in musikalischer Alchemie, die Pophits in intime, oft atemberaubende, akustische Momente verwandelt.”
The Independent
The Independent
“Seit Jahren ist der Radio 1 Live Lounge der Goldstandard für Künstlersessions, ein Ort, an dem Verletzlichkeit und Virtuosität aufeinandertreffen.”
NME
NME
“Von Florence Welchs Brüllen bis zu Dua Lipas Coolness hat der Live Lounge einige der prägendsten musikalischen Auftritte des 21. Jahrhunderts eingefangen.”
BBC Music Magazine
BBC Music Magazine
Producer
Jeff Smith
Brit Award (2010)
Beste britische Compilation: Nominated
Sony Radio Academy Award (2005)
Bestes Musikfeature: Won
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