Magic Mike kam 2012 als Film heraus, der genau wusste, was er verkauft, aber auch mehr auf dem Herzen hatte, als sein Marketing vermuten ließ. Steven Soderbergh führte Regie bei dieser Adaption von Channing Tatums eigener kurzer Karriere als 18-jähriger Stripper in Tampa, Florida. Tatum spielt Mike Lane, einen 30-Jährigen, der tagsüber ein Dachdeckergeschäft betreibt und als Headliner bei Xquisite auftritt, einem Männerstripclub, der dem glatten, anspruchsvollen Dallas gehört. Der Film folgt Mike, wie er einen jungen Ausreißer namens Adam unter seine Fittiche nimmt und ihn in eine Welt des leichten Geldes, des Feierns und der ungezwungenen Beziehungen einführt, die bald außer Kontrolle gerät.
Mit einem Budget von 7 Millionen US-Dollar und etwa 28 Drehtagen spielte der Film weltweit 167 Millionen US-Dollar ein. Dieser kommerzielle Erfolg überraschte viele, aber die kritische Rezeption war ebenso bemerkenswert. Rezensenten lobten Soderberghs kühlen, beobachtenden Stil und die Art und Weise, wie er glanzvolle Tanzsequenzen mit einem ernüchternden Blick auf wirtschaftliche Prekarität ausglich. McConaugheys Auftritt als Dallas wurde weithin hervorgehoben und trug dazu bei, das zu starten, was als McConaissance bekannt wurde. Zur Besetzung gehören auch Cody Horn als Adams beschützende Schwester Brooke, Joe Manganiello als Big Dick Richie, Matt Bomer als Ken und Adam Rodriguez als Tito.
Das Vermächtnis des Films reicht über seine Kinokasse hinaus. Er brachte zwei Fortsetzungen, eine Live-Show in Las Vegas, eine Reality-Wettbewerbsserie und ein Musical am West End hervor. Für einen Film, der ein einfaches Ausbeutungswerk hätte sein können, erwies sich Magic Mike als unerwartet widerstandsfähig, sowohl als Unterhaltung als auch als kultureller Bezugspunkt, der die üblichen Dynamiken der Objektifizierung auf der Leinwand umkehrte.
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PlotSpoilerfrei
Mike Lane lebt ein Doppelleben in Tampa, Florida. Tagsüber arbeitet er auf dem Bau, betreibt ein kleines Detailgeschäft und baut in seiner Garage Möbel nach Maß, während er Geld spart, um seine eigene Möbelfirma zu gründen. Nachts ist er Magic Mike, der Star-Performer bei Xquisite, einem Männerstripclub, der Dallas gehört, einem charismatischen und anspruchsvollen Showman, der seine Tänzer mit eiserner Faust führt. Mike ist der Veteran der Gruppe und betreut die anderen Kings of Tampa: Big Dick Richie, Ken, Tito, Tarzan und Tobias.
Eines Tages lernt Mike auf einem Dachdeckerauftrag Adam kennen, einen 19-jährigen College-Abbrecher, der bei seiner älteren Schwester Brooke auf der Couch wohnt. Adam ist ziellos und leicht beeindruckt von Mikes Selbstvertrauen und seinem glanzvollen Lebensstil. Mike freundet sich mit dem Jungen an und bringt ihn in den Club, wo Adams natürliche Körperlichkeit und jugendliche Energie ihn zu einem sofortigen Hit beim weiblichen Publikum machen. Dallas nennt ihn The Kid und integriert ihn in die Show.
Adam stürzt sich kopfüber in den Lebensstil. Er genießt das Geld, die Aufmerksamkeit von Frauen und die Partys. Brooke, eine sachliche medizinische Fachangestellte, macht sich zunehmend Sorgen. Sie missbilligt die Stripper-Welt und fürchtet um die Sicherheit ihres Bruders. Trotz ihrer Vorsicht entwickeln sie und Mike eine flirtende Freundschaft. Mike wirkt anders als die anderen Tänzer, bodenständiger und ehrgeiziger. Er spricht über sein Möbelgeschäft und scheint sich wirklich um Adams Wohlbefinden zu kümmern.
Während Adam immer tiefer in die Clubszene eintaucht, wird sein Verhalten rücksichtslos. Er beginnt, nebenbei Drogen zu verkaufen und gerät mit einem zwielichtigen Lieferanten aneinander. Mike versucht, ihn im Zaum zu halten, aber Adam ist vom leichten Geld und dem Nervenkitzel angezogen. Unterdessen drängt Dallas Mike zu einem lukrativen Deal zur Eröffnung eines neuen Clubs in Miami, was bedeuten würde, dass Mike seine anderen Geschäfte aufgeben müsste. Mike beginnt sich zu fragen, ob das Stripperleben mit 30 noch tragfähig ist. Er sieht, wie die älteren Tänzer kämpfen, welche Auswirkungen der Lebensstil hat und dass es keine wirkliche Zukunft gibt. Die Spannung zwischen seinen Träumen von Legitimität und seiner Loyalität zu Adam und dem Club baut sich während der gesamten Geschichte auf.
Eine überraschend nachdenkliche Dramödie unter ihrer glänzenden, muskulösen Oberfläche, Magic Mike verbindet Soderberghs scharfe Regie mit Tatums charismatischer Leistung und McConaugheys szenenraubender Darbietung. Während die Erzählung gelegentlich in vertrautes Terrain abdriftet, gelingt dem Film sowohl als publikumswirksame Unterhaltung als auch als ernüchternder Blick auf die Ökonomie und die emotionale Belastung der Stripper-Welt.