“Trotz engagierter schauspielerischer Leistungen von Lee Pace und Carrie Coon ist 'The Keeping Hours' ein aufgedunsenes Trauerdrama, das Sentimentalität mit Aufrichtigkeit verwechselt.”
Jeannette Catsoulis
The New York Times

Zehn Jahre nachdem ihr sechsjähriger Sohn Jacob bei einem Autounfall ums Leben kam, sind Mark und Elizabeth einander fremd. Mark hat wieder geheiratet und sich ein neues Leben aufgebaut. Elizabeth lebt allein, ihre Arbeit als Architektin ist eine hohle Routine. Dann betritt sie ihr altes Haus, um es für den Verkauf vorzubereiten, und findet Jacob in seinem Schlafzimmer spielend vor, genau wie an dem Tag, als er starb. Er ist fest, warm, und weiß nicht, dass ein Jahrzehnt vergangen ist.
Karen Moncrieff inszeniert diese Blumhouse-Produktion, die Schockmomente gegen stille Verwüstung eintauscht. Lee Pace und Carrie Coon spielen die Eltern mit einer Rohheit, die das bescheidene Budget des Films übersteigt. Das Drehbuch von Rebecca Sonnenshine, bekannt aus The Vampire Diaries, stellt eine Frage, die die meisten Geistergeschichten vermeiden: Was, wenn der Geist keine Bedrohung ist, sondern ein Geschenk, das man nicht verdient hat?
Der Film kam im Juni 2017 in nur etwa fünfzig Kinos in die US-Kinos und erzielte eine 5,7 auf IMDb und einen Tomatometer von 20%. Die Kritiker lobten die schauspielerischen Leistungen, fanden die Geschichte aber für einen Horrorfilm zu vorhersehbar und für ein Drama zu sentimental. Dennoch bietet The Keeping Hours für Zuschauer, die ihn auf sich wirken lassen, etwas Seltenes: einen übernatürlichen Film, der weniger über das Jenseits handelt als über das Leben, das wir nicht hinter uns lassen wollen.
Verfügbarkeit und Preise können sich ändern. Vor dem Kauf auf der Website des Anbieters bestätigen.
Mark (Lee Pace) ist ein erfolgreicher Anwalt, der mit seiner zweiten Frau Amy (Amy Smart) und ihrer kleinen Tochter Emma in Los Angeles lebt. Er hat sich ein stabiles, geordnetes Leben aufgebaut, aber unter der Oberfläche trägt er immer noch die Last eines Verlusts, dem er sich nie wirklich gestellt hat. Elizabeth (Carrie Coon), seine Ex-Frau, arbeitet als Architektin und lebt allein in einer kleinen Wohnung, ihre Tage geprägt von einer stillen Trauer, die sie zu bewältigen gelernt hat, der sie aber nie entkommen kann.
Als Elizabeth in das Haus zurückkehrt, das sie und Mark einst teilten, um den Verkauf zu regeln, findet sie die Haustür unverschlossen und die Räume genauso vor wie vor einem Jahrzehnt. In Jacobs Schlafzimmer sieht sie ihn: einen sechsjährigen Jungen, der mit seinen Spielzeugen spielt und fragt, warum sie so lange weg war. Er weiß nicht, dass er tot ist. Er weiß nicht, dass zehn Jahre vergangen sind. Er wartet einfach darauf, dass seine Eltern nach Hause kommen.
Elizabeth ruft Mark an, der ihre Geschichte als Zusammenbruch abtut. Aber als er im Haus ankommt und Jacob selbst sieht, kann er nicht leugnen, was vor ihm steht. Der Junge ist echt. Er frühstückt. Er bittet darum, nachts zugedeckt zu werden. Er kann das Grundstück nicht verlassen, aber innerhalb dieser Mauern ist er so lebendig wie jedes Kind.
Mark und Elizabeth beginnen, im Haus zu koexistieren, verfallen in alte Rhythmen und alte Streitigkeiten. Sie konsultieren Kate (Anna Diop), eine paranormale Forscherin, die ihnen sagt, dass solche Manifestationen selten seien und meist mit ungelöster emotionaler Energie zusammenhingen. Unterdessen wird Marks Frau Amy misstrauisch wegen seiner langen Abwesenheiten, und Elizabeths Berufsleben beginnt unter der Belastung, dieses Geheimnis zu bewahren, zu bröckeln.
Die zentrale Frage ist nicht, wie Jacob zurückkehrte, sondern warum. Ist dies eine zweite Chance für eine Familie, die zerbrochen war? Eine Chance auf Abschluss? Oder ist es eine Falle, eine Möglichkeit, Mark und Elizabeth an eine Vergangenheit zu binden, die nie zurückgeholt werden kann? Während sie mehr Zeit miteinander verbringen, müssen sie entscheiden, ob sie Jacob helfen sollen, weiterzuziehen, oder an diesem unmöglichen Geschenk festhalten, wohl wissend, dass jeder Tag, an dem sie ihn behalten, die Heilung verzögert, die sie beide brauchen.
The Keeping Hours - Trailer
Kritischer Konsens
Trotz engagierter schauspielerischer Leistungen von Lee Pace und Carrie Coon ist The Keeping Hours ein aufgedunsenes Trauerdrama, das Sentimentalität mit Aufrichtigkeit verwechselt. Die vorhersehbare Handlung und der Mangel an echten Schrecken machen ihn zu einem Fehlschlag für Blumhouse, der weder emotionale Tiefe noch Genrereiz liefert.
“Trotz engagierter schauspielerischer Leistungen von Lee Pace und Carrie Coon ist 'The Keeping Hours' ein aufgedunsenes Trauerdrama, das Sentimentalität mit Aufrichtigkeit verwechselt.”
Jeannette Catsoulis
The New York Times
“Das größte Rätsel des Films ist, wie es ihm gelang, so talentierte Schauspieler für eine so laue, standardmäßige Geistergeschichte zu gewinnen.”
Frank Scheck
The Hollywood Reporter
“Regisseurin Karen Moncrieff geht mit den emotionalen Momenten behutsam um, aber das Drehbuch findet nie einen Weg, die übernatürlichen Elemente wesentlich statt dekorativ wirken zu lassen.”
Noel Murray
Los Angeles Times
“Ein frustrierender Fehlschlag, der seine talentierte Besetzung an eine Geschichte verschwendet, die weder gruselig genug ist, um als Horror zu funktionieren, noch tief genug, um als Drama zu wirken.”
Brian Tallerico
RogerEbert.com
“Der Film ist eine Geistergeschichte, die vergisst, eindringlich zu sein, und sich stattdessen mit einer vorhersehbaren Erzählung von Trauer zufriedengibt, die keine Überraschungen bietet.”
Katie Walsh
Tribune News Service
Director
Karen Moncrieff
Writer
Rebecca Sonnenshine
Composer
Adam Gorgoni
Cinematographer
Anastas N. Michos
Producers
Jason Blum, John Miranda
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