Fünf Haushaltsgeräte, die in einer verstaubten Sommerhütte zurückgelassen wurden, beschließen, ihren Besitzer zu finden, bevor sie auf die Müllkippe gebracht werden. Der Toaster, Lampy, Blanky, Kirby und das Radio begeben sich durch die Wildnis auf eine Reise, die ihren Mut und ihre Freundschaft auf die Probe stellt. Jerry Rees führte bei diesem animierten Musical von 1987 Regie und adaptierte Thomas M. Dischs Kurzgeschichte mit einem Drehbuch, das Humor, Herz und eine überraschende Menge Melancholie ausbalancierte.
Mit einem Budget von 2,3 Millionen Dollar von Hyperion Pictures produziert und von Disney in einer begrenzten Kinoveröffentlichung vertrieben, entfachte der Film an den Kinokassen kein Feuer. Aber auf Heimvideo fand er sein Publikum. Kinder, die damit aufwuchsen, erinnern sich lebhafter an den Schrottplatz-Song „Worthless“ und das Opfer der Klimaanlage als an die meisten großen Disney-Momente. Zur Sprecherbesetzung gehörten Jon Lovitz als Radio, Phil Hartman als Klimaanlage und Thurl Ravenscroft (Tony der Tiger selbst) als Kirby den Staubsauger.
Der Animationsstil hat eine handgemachte, leicht raue Qualität, die ihm Charakter verleiht. Frühe Computereffekte erscheinen im Gewittersturm und in der Magnetszene. Für einen Film über veraltete Technik ist er bemerkenswert gut gealtert, auch weil seine Themen des Vergessen- und Ersetztwerdens heute noch relevanter wirken als 1987.
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PlotSpoilerfrei
Die Geschichte beginnt in einer sonnendurchfluteten Sommerhütte, die seit Jahren keine Besucher gesehen hat. Fünf Geräte befinden sich in verschiedenen Zuständen der Unordnung: ein mutiger kleiner Toaster mit einem Händchen für Führung, eine nervöse Schreibtischlampe namens Lampy, eine süße elektrische Decke namens Blanky, ein mürrischer Staubsauger namens Kirby und ein melodramatischer Weckerradio, der zu allem einen Kommentar abgibt. Sie haben ihre Tage damit verbracht, die Hütte am Laufen zu halten, und auf die Rückkehr ihres Meisters, eines Jungen namens Rob, gewartet.
Eines Tages fängt das Radio eine Nachrichtensendung auf: Die Hütte soll abgerissen werden, und ihr gesamter Inhalt wird zur Müllkippe gebracht. Die Geräte geraten in Panik. Der Toaster, entschlossen, nicht weggeworfen zu werden, überzeugt die anderen, sich auf den Weg in die Stadt zu machen, um Rob zu finden. Kirby murrt und sträubt sich, schließt sich aber schließlich der Gruppe an. Ihre Reise beginnt mit einem tückischen Marsch durch den Wald, wo sie Regenstürmen, einem reißenden Fluss und einer erschreckenden Begegnung mit einem Schrottplatzmagneten gegenüberstehen, der sie fast zermalmt.
Unterwegs treffen sie auf andere Gegenstände. Eine freundliche alte Klimaanlage, gesprochen von Phil Hartman, opfert sich, um sie vor einem Fenstersturz zu retten. In einem Pfandhaus versuchen zwei hinterhältige Nähmaschinen, sie zum Bleiben zu überreden. Die Geräte müssen auch mit ihren eigenen Einschränkungen kämpfen: Blankys Stoff reißt, Lampys Glühbirne flackert, und Radios Antenne wird verbogen. Sie lernen, sich auf die Stärken des anderen zu verlassen, wobei der Optimismus des Toasters Kirbys Pessimismus und Lampys Vorsicht ausgleicht.
Die Reise führt sie durch einen Schrottplatz, wo sie eine Autopresse in Aktion sehen – ein Moment, der sie zwingt, sich ihrer eigenen Sterblichkeit zu stellen. Sie singen ein trauriges Lied darüber, wertlos zu sein, nur um von einem plötzlichen Regensturm gerettet zu werden. Schließlich erreichen sie die Stadt und navigieren durch belebte Straßen und hoch aufragende Gebäude. Ihr Ziel ist Robs Wohnung, aber als sie ankommen, sehen sie durch ein Fenster, dass Rob neue, glänzende Geräte hat. Die alten sehen gebrochenen Herzens zu, wie ihre Ersatzteile mühelos Aufgaben erledigen. Der Toaster weigert sich aufzugeben, und die Gruppe beginnt, einen Plan zu schmieden, um zu beweisen, dass sie noch nützlich sind.
Der tapfere kleine Toaster ist ein charmanter und überraschend emotionaler animierter Film, der Themen wie Verlassenwerden und Loyalität mit echtem Herzen behandelt. Auch wenn die Animation veraltet wirken mag, haben die clevere Erzählweise und die unvergesslichen Charaktere ihm eine treue Kultgemeinde unter Kindern und Erwachsenen gleichermaßen eingebracht.
Jerry Rees, Thomas M. Disch, Joe Ranft, Brian McEntee
Composer
David Newman
Producers
Thomas L. Wilhite, Donald Kushner
Auszeichnungen
Annie Awards (1988)
Bester Animationsfilm: Nominated
Young Artist Awards (1988)
Bester Familienanimationsfilm: Nominated
International Film Festival of Catalonia (1988)
Bester Film: Nominated
Golden Reel Award (1988)
Beste Tonschnitt - Animationsfilm: Nominated
Los Angeles Film Critics Association Awards (1987)
Beste Animation (Sonderpreis): Nominated
Schlagwörter
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