“Der Film ist respektvoll, ja ehrfürchtig, aber er hat nicht die intellektuelle oder emotionale Kühnheit, um seinem Thema gerecht zu werden.”
Glenn Kenny
The New York Times

United States"Was braucht es, um das Unmögliche zu beweisen?"
Im Jahr 1913 schickte ein armer Angestellter in Madras einen Brief an die Universität Cambridge, der die Mathematik für immer verändern sollte. Srinivasa Ramanujan, ein autodidaktischer indischer Mathematiker ohne formale Ausbildung, behauptete, Probleme gelöst zu haben, die europäische Gelehrte seit Jahrhunderten ratlos machten. Seine Notizbücher quollen über vor Tausenden von Theoremen, viele davon völlig originell. Als G. H. Hardy diesen Brief erhielt, sah er etwas, das er nicht ignorieren konnte: einen Funken reinen, ungezähmten Genies.
Dieser Film, unter der Regie von Matt Brown und basierend auf der gefeierten Biografie von Robert Kanigel, folgt Ramanujan von seinem engen Büro im kolonialen Indien bis in die ehrwürdigen Hallen des Trinity College. Dev Patel porträtiert den Mathematiker mit einer stillen Intensität und fängt sowohl seine Genialität als auch seine tiefe Einsamkeit ein. Jeremy Irons spielt Hardy, den atheistischen Gelehrten, der Ramanujans Mentor und schließlich sein Freund wird. Ihre Beziehung, aufgebaut auf intellektuellen Wortgefechten und gegenseitigem Respekt, bildet den emotionalen Kern der Geschichte.
Die Produktion wurde an Originalschauplätzen in Cambridge und Chennai gedreht, mit einem Mathematiker am Set, um die Korrektheit der Gleichungen sicherzustellen. Patel lernte Tamil für die Rolle, und die Filmmusik verbindet indische klassische Instrumente mit Orchesterarrangements. Der Film scheut sich nicht, den Rassismus zu zeigen, dem Ramanujan ausgesetzt war, noch die kulturelle Kluft zwischen seinem frommen Hinduismus und Hardys starrem Säkularismus. Es ist eine Geschichte darüber, was es bedeutet, die Welt anders zu sehen, und den Preis dieser Vision.
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Srinivasa Ramanujan arbeitet als Angestellter in Madras und unterstützt seine Frau Janaki und seine Mutter. Seine Besessenheit von der Mathematik verzehrt ihn. Er füllt Notizbücher mit Gleichungen, oft auf Papierfetzen gekritzelt. Lokale Gelehrte können seine Arbeit nicht verstehen. Sie sagen ihm, seine Ideen seien zu fortschrittlich, zu seltsam. Verzweifelt auf der Suche nach Anerkennung schreibt er an drei Cambridge-Professoren. Nur einer antwortet: G. H. Hardy.
Hardy, ein renommierter Zahlentheoretiker am Trinity College, ist zunächst skeptisch. Die Beweise, die Ramanujan geschickt hat, sind anders als alles, was er je gesehen hat. Sie sind brillant, aber es fehlt ihnen an rigoroser Begründung. Hardy konsultiert seinen Kollegen J. E. Littlewood, und gemeinsam beschließen sie, Ramanujan nach England zu holen. Es ist 1914. Der Erste Weltkrieg beginnt.
Ramanujan kommt in Cambridge an, in eine Welt aus kaltem Stein, strengen Zeitplänen und unausgesprochenen Regeln. Er kämpft mit dem Klima, dem Essen und der Isolation. Sein Vegetarismus wird während der Kriegsrationierung zu einem ernsten Problem. Er vermisst seine Frau, die aufgrund von Visabestimmungen und familiären Verpflichtungen in Indien bleibt. Hardy verlangt, dass Ramanujan lernt, seine Theoreme formal zu beweisen, ein Prozess, den der intuitive Mathematiker schmerzhaft und unnatürlich findet.
Ihre Zusammenarbeit ist angespannt. Hardy ist ein Perfektionist, der Logik über alles stellt. Ramanujan sieht Mathematik als spirituelle Offenbarung. Er sagt oft, dass Gleichungen ihm von der Göttin Namagiri gegeben werden. Hardy, ein Atheist, findet das beunruhigend. Doch langsam beginnen sie, einander zu verstehen. Ramanujan veröffentlicht Arbeiten über Partitionen und unendliche Reihen, die die mathematische Gemeinschaft verblüffen. Hardy drängt ihn, die höchste Ehre anzustreben: die Wahl zum Fellow der Royal Society.
Aber Ramanujans Gesundheit verschlechtert sich. Die Kälte, die schlechte Ernährung und der Stress fordern ihren Tribut. Bei ihm werden Tuberkulose und ein schwerer Vitaminmangel diagnostiziert. Er verbringt Monate in Sanatorien. Hardy, jetzt tief in den Erfolg seines Freundes investiert, arbeitet unermüdlich daran, die Nominierung zu sichern. Der Film baut auf diesen Moment der Anerkennung hin, selbst während Ramanujans Körper versagt. Die Frage, die über allem schwebt, ist, ob er lange genug überleben wird, um seine Arbeit gewürdigt zu sehen.
The Man Who Knew Infinity – Official Trailer – Warner Bros. UK
The Man Who Knew Infinity Official Trailer #1 (2016) - Dev Patel, Jeremy Irons Movie HD
Kritischer Konsens
Eine gut gemeinte und stattlich inszenierte Filmbiografie, die durch starke Darbietungen von Dev Patel und Jeremy Irons aufgewertet wird, aber deren konventionelles Erzählen und Mangel an dramatischer Tiefe es verhindern, das Wunder des Genies seines Subjekts vollständig einzufangen.
“Der Film ist respektvoll, ja ehrfürchtig, aber er hat nicht die intellektuelle oder emotionale Kühnheit, um seinem Thema gerecht zu werden.”
Glenn Kenny
The New York Times
“Dev Patel und Jeremy Irons sind ein fesselndes ungleiches Paar in dieser ernsthaften, wenn auch etwas steifen Filmbiografie des indischen Mathematikgenies Srinivasa Ramanujan.”
Peter Debruge
Variety
“Eine vollkommen respektable, mäßig fesselnde Filmbiografie, die sich an die Fakten hält, ohne jemals einen fesselnden filmischen Rhythmus zu finden.”
Todd McCarthy
The Hollywood Reporter
“Ein Film, der seinem Thema gegenüber so ehrfürchtig ist, dass er vergisst, so interessant zu sein wie der Mann selbst.”
Brian Tallerico
RogerEbert.com
“Ein stattliches, gut gespieltes Drama, das sich für Inspiration statt Einsicht entscheidet, aber Patels und Irons' Darbietungen bieten einen soliden emotionalen Anker.”
Tim Grierson
Screen International
Director
Matt Brown
Writers
Robert Kanigel, Matt Brown
Composer
Coby Brown
Cinematographer
Larry Smith
Producers
Sofia Sondervan, Jim Young, Jon Katz, Edward R. Pressman, Matt Brown
Heartland Film Festival (2016)
Truly Moving Picture Award: Winner
Satellite Awards (2016)
Bester Hauptdarsteller in einem Spielfilm – Drama: Nominated
GLAAD Media Awards (2017)
Herausragender Film – Breite Veröffentlichung: Nominated
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