“Ein charmanter und fantasievoller kleiner Film, der die Magie der Kindheit mit außergewöhnlicher Zartheit einfängt. Der rote Ballon ist eine der denkwürdigsten Figuren der Filmgeschichte.”
Bosley Crowther
The New York Times
In den Arbeiterstraßen des Nachkriegs-Paris entdeckt ein kleiner Schuljunge namens Pascal einen großen roten Ballon, der an einem Laternenpfahl festgebunden ist. Der Ballon scheint einen eigenen Willen zu haben und folgt ihm wie ein treues Haustier durch die engen Kopfsteinpflastergassen von Ménilmontant und Belleville. Regisseur Albert Lamorisse besetzte seinen eigenen sechsjährigen Sohn Pascal in der Hauptrolle, und die reale Schwester des Jungen, Sabine, erscheint als Mädchen mit einem blauen Ballon. Der Film hat fast keinen gesprochenen Dialog und verlässt sich stattdessen auf Umgebungsgeräusche der Straße und Maurice Le Roux' melancholische Walzerpartitur, um seine Geschichte zu erzählen.
Der Film wurde an Originalschauplätzen im 20. Arrondissement von Paris gedreht und verwendete über zwanzig handbemalte rote Ballons, die von Puppenspielern mit unsichtbaren Fäden gesteuert wurden. Kameramann Edmond Séchan entwickelte eine spezielle Vorrichtung, um den Ballon lebendig erscheinen zu lassen. Produziert für geschätzte 50.000 US-Dollar von Films Montsouris, gewann der 34-minütige Kurzfilm den Oscar für das beste Originaldrehbuch – der einzige Oscar, der jemals in dieser Kategorie an einen Kurzfilm vergeben wurde. Er gewann auch die Goldene Palme für den besten Kurzfilm bei den Filmfestspielen von Cannes 1956 und wurde 2011 in das National Film Registry der USA aufgenommen.
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Pascal, ein kleiner Junge von etwa sechs Jahren, lebt mit seiner Mutter in einer bescheidenen Wohnung im Viertel Ménilmontant in Paris. Eines Morgens auf dem Weg zur Schule bemerkt er einen großen roten Ballon, der an einem Laternenpfahl festgebunden ist. Er bindet ihn los und trägt ihn mit sich, aber als er in einen Stadtbus einsteigen will, weigert sich der Schaffner, den Ballon mitzunehmen. Pascal geht stattdessen zu Fuß zur Schule, und der Ballon schwebt auf Augenhöhe neben ihm her, als ob er Schritt hielte.
Während des Schultages wartet der Ballon draußen, schwebt geduldig am Tor. Er lugt durch die Klassenfenster, und als Pascal herauskommt, ist er da, um ihn zu begrüßen. Pascal versucht, ihn in sein Wohnhaus zu bringen, aber die Hausmeisterin hindert ihn daran. Pascal bindet den Ballon draußen an ein Geländer, aber er schwebt zu seinem Fenster im dritten Stock und klopft ans Glas. Seine Mutter, zunächst amüsiert, lässt ihn schließlich aus dem Fenster, und der Ballon schwebt direkt davor und wartet.
Eine Bande älterer, rauerer Jungen aus der Nachbarschaft bemerkt den Ballon und wird besessen davon, ihn zu fangen. Sie jagen Pascal durch die engen Straßen, und der Ballon weicht ihnen aktiv aus, stürzt herab und weicht aus wie ein Lebewesen. Er scheint Pascal zu beschützen, führt ihn von Gefahren weg und versteckt sich in Innenhöfen und Gassen. Pascal trifft auch ein kleines Mädchen, das einen blauen Ballon trägt, was auf eine Parallelwelt magischer Begleiter hindeutet. Die Verfolgungsjagden bauen Spannung auf und kontrastieren die Unschuld von Pascal und seinem Ballon mit der Grausamkeit der anderen Kinder.
The Red Balloon (1956) Re-Release Trailer #1 - Le Ballon Rouge Movie HD
Kritischer Konsens
Ein zarter, visuell poetischer Kurzfilm, der das Staunen der Kindheit mit bemerkenswerter Schlichtheit einfängt. Der rote Ballon übersteigt seine bescheidene Laufzeit und wird zu einem zeitlosen Meisterwerk des französischen Kinos. Seine wortlose Erzählweise und leuchtende Fotografie erschaffen eine bittersüße Fantasie, die über Generationen hinweg nachhallt.
“Ein charmanter und fantasievoller kleiner Film, der die Magie der Kindheit mit außergewöhnlicher Zartheit einfängt. Der rote Ballon ist eine der denkwürdigsten Figuren der Filmgeschichte.”
Bosley Crowther
The New York Times
“Ein Film von solcher Reinheit und Anmut, dass er außerhalb der Zeit gemacht zu sein scheint. Er ist ein perfekter Ausdruck der Einsamkeit und Widerstandsfähigkeit der Kindheit.”
Roger Ebert
Chicago Sun-Times
“Ein traumhaftes, fast stummes Meisterwerk, das seine Pariser Kulisse wie eine Figur nutzt. Der rote Ballon ist ein Symbol für alles Reine und Verletzliche der Kindheit.”
Peter Bradshaw
The Guardian
Director
Albert Lamorisse
Writer
Albert Lamorisse
Composer
Maurice Le Roux
Cinematographer
Edmond Séchan
Producer
Albert Lamorisse
Academy Awards (1957)
Bestes Originaldrehbuch: Won
Cannes Film Festival (1956)
Goldene Palme für den besten Kurzfilm: Won
BAFTA Awards (1957)
Bester Fachfilm: Won
French Syndicate of Cinema Critics (1956)
Bester Kurzfilm: Won
Prix Louis Delluc (1956)
Bester Film (Kurzfilmkategorie): Won
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