“Ein visuell erfindungsreicher und emotional berührender Film, der die eigentümliche Schönheit des Alltags einfängt.”
Maggie Lee
Variety
In der ländlichen Weite der Präfektur Tochigi führt die Familie Haruno ein Leben, das sowohl gewöhnlich als auch außergewöhnlich ist. Yoshiko, die Mutter, verbringt ihre Tage nicht mit Hausarbeit, sondern mit einem ehrgeizigen Animationsfilmprojekt über eine singende, tanzende Elfe. Ihr Mann Nobuo arbeitet in einem ruhigen Job, während ihre Kinder Sachiko und Hajime die seltsamen Landschaften der Kindheit und Jugend durchqueren. Onkel Ayano, ein Musikproduzent aus Tokio, kommt zu Besuch und trägt das Gewicht des Stadtlebens mit sich, das er hinter sich gelassen hat.
Regisseur Katsuhito Ishii webt eine Reihe episodischer Vignetten, die die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lassen. Sachiko wird von einem riesigen, stillen Doppelgänger heimgesucht, der ihr überallhin folgt, eine surreale Manifestation ihrer inneren Welt. Hajime experimentiert mit Shogi und aufkeimender Romantik. Ayano findet wieder zur Einfachheit des Landlebens zurück, während eine mysteriöse Figur namens Akira Todoroki mit einer fast überirdischen Präsenz durch die Geschichte treibt. Der Film entfaltet sich wie ein Traum, in dem das Banale und das Magische nebeneinander existieren.
2004 veröffentlicht, feierte The Taste of Tea seine Premiere in der Quinzaine des Réalisateurs der Filmfestspiele von Cannes und erhielt Kritikerlob für seinen skurrilen Ton und seine visuelle Erfindungsgabe. Der Soundtrack, komponiert von Tempo Little, vermischt vielseitige Stile, die den verspielten Geist des Films widerspiegeln. Mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 23 Minuten lädt der Film die Zuschauer ein, langsamer zu machen, Momente zu genießen und Schönheit im Alltäglichen zu finden.
Die Familie Haruno lebt in einer ruhigen ländlichen Stadt in der Präfektur Tochigi. Yoshiko, die Mutter, ist keine typische Hausfrau; sie ist tief in die Erstellung eines Animationsfilms über eine fröhliche Elfe vertieft. Ihr Mann Nobuo arbeitet als Angestellter und pendelt oft nach Tokio. Ihre Tochter Sachiko ist ein nachdenkliches Mädchen, das von einem seltsamen Phänomen geplagt wird: Eine gigantische, stille Version ihrer selbst folgt ihr überallhin und bereitet ihr Kummer. Ihr jüngerer Bruder Hajime steht an der Schwelle zur Adoleszenz, erkundet sein Interesse an Shogi und entwickelt einen Schwarm für ein Mädchen in der Schule.
In diesen Haushalt kommt Ayano, Yoshikos Bruder, ein erfolgreicher Musikproduzent aus Tokio, der aufs Land zurückgekehrt ist, um dem Druck seiner Karriere zu entkommen. Er bringt ein Gefühl urbaner Überdrüssigkeit und den Wunsch nach Frieden mit. Ayanos Anwesenheit führt einen Kontrast zwischen dem schnelllebigen Stadtleben und den langsameren Rhythmen des Landes ein. Er verbringt seine Tage mit Faulenzen, Nachdenken und gelegentlicher Hilfe bei den Familienangelegenheiten.
Die Geschichte folgt auch Akira Todoroki, einem auffälligen Mann mit kahlrasiertem Kopf und ruhigem Auftreten, der in verschiedenen Szenen auftaucht, oft in surrealen oder symbolischen Kontexten. Er scheint eine Art wandernder Geist oder Beobachter zu sein, der auf subtile Weise mit der Familie interagiert. Die Großmutter der Familie, Obaa, bietet eine erdende Präsenz, die Weisheit und eine Verbindung zur Vergangenheit schenkt.
Jedes Familienmitglied hat seine eigenen stillen Kämpfe. Sachikos riesiger Doppelgänger wird immer präsenter, und sie versucht zu verstehen, warum er erscheint. Yoshikos Animationsprojekt wird zu einer Metapher für ihr kreatives und emotionales Leben. Hajime navigiert durch die Unbeholfenheit der ersten Liebe und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Ayano ringt mit seinen vergangenen Entscheidungen und der Bedeutung von Erfolg. Der Film verwebt diese Fäden mit einer Reihe skurriler, oft nicht zusammenhängender Ereignisse: eine Shogi-Partie, die sich in eine surreale Schlacht verwandelt, eine Tanzsequenz, die auf einem Feld ausbricht, und ein Besuch in einem geheimnisvollen Laden, der seltsame Gegenstände verkauft.
Im Verlauf der Geschichte verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Vorstellungskraft. Die Figuren erleben Momente tiefer Verbundenheit und absurden Humors. Die Erzählung bewegt sich auf eine gemeinsame Erfahrung zu, die die Familie zusammenbringen wird, gipfelnd in einem spektakulären Sonnenuntergang, der von einem Hügel aus beobachtet wird. Der Ton des Films bleibt leicht und kontemplativ und erforscht Themen wie Identität, Erinnerung und die verborgene Magie im Alltag.
The Taste of Tea Trailer
Kritischer Konsens
Eine skurrile und surreale Reise durch das Leben einer japanischen Familie, die alltägliche Realitäten mit phantastischen Elementen verbindet. Ihr einzigartiger visueller Stil, ihr schrulliger Humor und ihre introspektiven Themen haben Lob für Originalität und Charme erhalten, obwohl ihre unkonventionelle Erzählweise nicht allen Zuschauern gefallen mag.
“Ein visuell erfindungsreicher und emotional berührender Film, der die eigentümliche Schönheit des Alltags einfängt.”
Maggie Lee
Variety
“Katsuhito Ishii erschafft ein traumartiges Erlebnis, das sowohl urkomisch als auch zutiefst bewegend ist.”
Mark Schilling
The Japan Times
“Dieser japanische Import ist eine erfreuliche Überraschung und bietet eine frische Perspektive auf Familiendynamiken und die menschliche Verfassung.”
David Rooney
The Hollywood Reporter
“Ein surrealer Teppich aus Momenten, der noch lange nach dem Abspann nachwirkt.”
Tom Mes
Midnight Eye
Director
Katsuhito Ishii
Writer
Katsuhito Ishii
Composer
Tempo Little
Cinematographer
Kosuke Matsushima
Producers
Kazuto Takida, Kazutoshi Wadakura
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