

Über diesen Song
Alice in Chains veröffentlichten „Them Bones“ als zweite Single aus ihrem 1992er Album Dirt, und der Song trifft einen wie ein Vorschlaghammer, direkt ab dem ersten Riff. Mit nur zweieinhalb Minuten Länge verschwendet das Lied keine Zeit, um seinen charakteristischen 7/8-Takt zu etablieren, eine rhythmische Wahl, die ihm ein schwankendes, ungewöhnliches Gefühl verleiht. Jerry Cantrell schrieb den Text und übernimmt die Strophen mit einer raueren Gesangsdarbietung, während Layne Staley die Refrains übernimmt, ihre Harmonien weben sich über einen stampfenden Gitarrenangriff. Das Thema ist unerschrocken: Sterblichkeit, Verfall und die Vorstellung, dass wir bereits auf dem Weg ins Grab geboren werden. Cantrell hat gesagt, dass der Song teilweise von der militärischen Dienstzeit seines Vaters und den Knochenfragmenten, die er aus Vietnam mitbrachte, inspiriert wurde – ein Detail, das der düsteren Bildsprache eine persönliche Ebene verleiht.
Die Aufnahmesessions für Dirt fanden in den Eldorado Recording Studios in Burbank und den One on One Studios in Los Angeles statt, unter der Leitung von Produzent Dave Jerden. Die Band hatte bereits mit ihrem Debüt Facelift von 1990 eine Anhängerschaft aufgebaut, aber Dirt trieb ihren Sound in dunklere, komplexere Gefilde. „Them Bones“ eröffnet das Album und setzt den Ton für eine Platte, die zu einem Eckpfeiler der Grunge-Bewegung werden sollte. Die Struktur des Songs war für das Rockradio der damaligen Zeit ungewöhnlich, mit seinem wechselnden Takt und abrupten Stopps, aber er schaffte es dennoch auf Platz 24 der Mainstream-Rock-Charts und Platz 30 der Modern-Rock-Charts.
Rocky Schenck führte Regie beim Musikvideo, das die Band in einer großen Grube spielend zeigt, während eine Pfütze vor ihnen surreale Bilder von kämpfenden Tieren und einem neugeborenen Baby reflektiert. Das Video erregte die Aufmerksamkeit von MTV und wurde später in einer Folge von Beavis and Butt-Head gezeigt, in der Butt-Head es „das coolste Video, das ich je gesehen habe“ nannte. Der Song ist seitdem auf mehreren Kompilationen erschienen, darunter Nothing Safe: Best of the Box und Greatest Hits, und bleibt ein fester Bestandteil der Live-Shows der Band, oft als Zugabe-Eröffner. Seine rohe Energie und existenzielle Verzweiflung haben ihn zu einem Favoriten unter Fans gemacht, die Alice in Chains in ihrer viszeralsten Form schätzen.
Musikvideos
Mitwirkende
Songwriter
Jerry Cantrell
Produzenten
Alice in Chains, Dave Jerden
Schlagwörter
Quellen
Songinfo
- Künstler
- Alice in Chains
- Album
- Dirt
- Veröffentlicht
- 1992-09-14
- Dauer
- 2:30
- Label
- Columbia Records
- Track #
- 1
- Höchstplatzierung
- #24 Mainstream Rock, #30 Modern Rock
- Künstler
- Alice in Chains
- Veröffentlicht
- 1992-09-14
- Writer
- Jerry Cantrell
- Produzent
- Alice in Chains, Dave Jerden
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