
World Economic Forum
Switzerland"Den Zustand der Welt verbessern"
Über
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation und Denkfabrik mit Sitz in Cologny in der Schweiz. 1971 von Klaus Schwab gegründet, ist es als Stiftung nach Schweizer Recht organisiert und wird von der US-Steuerbehörde IRS als 501(c)(6)-Wirtschaftsverband eingestuft. Am bekanntesten ist die Organisation für ihr Jahrestreffen in Davos, das Politiker, Konzernchefs und Wissenschaftler aus aller Welt anzieht. Über die Flaggschiffveranstaltung hinaus erstellt das WEF Forschungsberichte, beruft Arbeitsgruppen ein und betreibt Initiativen zu Themen vom Klimawandel bis zum digitalen Handel. Seine Mission beschreibt es damit, den Zustand der Welt zu verbessern, indem es Führungspersönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft einbindet, um globale, regionale und branchenspezifische Agenden zu gestalten.
Das Stakeholder-Modell des Forums betont, dass Unternehmen nicht nur den Aktionären, sondern auch Beschäftigten, Kunden und Gemeinschaften dienen sollten. Diese Philosophie liegt seiner Arbeit zu inklusivem Wachstum, Nachhaltigkeit und der Vierten Industriellen Revolution zugrunde. Das WEF unterhält Büros in New York, San Francisco, Peking, Tokio und Seoul; offizielle Sprache ist Englisch. Mit über 800 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget aus Mitgliedsbeiträgen und Unternehmensbeiträgen übt die Organisation erheblichen Einfluss in internationalen Politikkreisen aus. Kritiker verweisen allerdings auf mangelnde Transparenz, die Vereinnahmung der Agenden durch Konzerne und die Umweltkosten der Treffen.
Mission
Die erklärte Mission des WEF ist es, den Zustand der Welt zu verbessern, indem es Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft einbindet, um globale, regionale und branchenspezifische Agenden zu gestalten. Es arbeitet nach einem Stakeholder-Modell, das die Interessen aller an wirtschaftlichen Aktivitäten Beteiligten berücksichtigt, von Aktionären bis zu lokalen Gemeinschaften. Das Forum schafft Vertrauen durch Dialog und unterstützt Entscheidungen mit Forschung und Analysen. Zu den Leuchtturminitiativen gehören die Reskilling Revolution, die eine Milliarde Menschen auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten soll, und die EDISON Alliance, die die digitale Teilhabe für eine Milliarde Menschen ausweiten will.
Geschichte
Das Weltwirtschaftsforum begann am 24. Januar 1971 als Europäisches Managementforum. Klaus Schwab, damals ein in Deutschland geborener Wirtschaftsprofessor an der Universität Genf, berief ein Treffen europäischer Wirtschaftsführer in Davos, Schweiz, ein, gesponsert von der Europäischen Kommission und mehreren Industrieverbänden. Das ursprüngliche Ziel war es, europäischen Unternehmen zu helfen, amerikanische Managementtechniken zu übernehmen. Die erste Zusammenkunft zog etwa 450 Teilnehmer aus 31 Ländern an.
1987 änderte die Organisation ihren Namen in Weltwirtschaftsforum, was eine breitere Vision widerspiegelte, die auch die Lösung internationaler Konflikte umfasste. Das Forum erweiterte seine Mitgliedschaft um politische Führungskräfte und die Zivilgesellschaft, und das jährliche Davos-Treffen wurde zu einem festen Bestandteil des globalen Kalenders. In den 2000er Jahren wurden regionale Gipfel in Asien, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten eingerichtet. 2008 startete das Forum das Netzwerk der Global Agenda Councils, um Expertenwissen in seine Arbeit zu integrieren. Die Organisation hat Kontroversen über ihren elitären Charakter und ihren Einfluss überstanden, bleibt aber ein zentraler Ort für den öffentlich-privaten Dialog.
Unterabteilungen
Global Agenda Council Network
Diese 2008 gegründeten Räte versammeln Vordenker aus Wissenschaft, Regierung, Wirtschaft und anderen Bereichen, um zentrale globale Themen anzugehen und Wissen in globale Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung zu integrieren.
Centre for Business Engagement
Dieses Zentrum mit Sitz in New York konzentriert sich darauf, die Wirtschaft in die Initiativen des Forums einzubinden und die öffentlich-private Zusammenarbeit zu fördern.
Bemerkenswerte Personen
Klaus Schwab
Founder and Executive Chairman · 1971–2025
Founded the organization and led it for over five decades, shaping its evolution from a European management forum to a global platform.
Børge Brende
Präsident · 2017–2026
Former Norwegian foreign minister; oversaw day-to-day operations and strategic direction until his resignation in February 2026.
Larry Fink
Chairman · 2024–present
CEO of BlackRock; chairs the board of the Forum.
Mark Carney
Member of Foundation Board · Unknown
Former Governor of the Bank of England and Bank of Canada; contributed to the Forum's economic and financial discussions.
John J. DeGioia
Member, Global Agenda Council on Values · 2008–2012
Georgetown University president who contributed to the Forum's values-related council.
Meilensteine
1971
Founded as the European Management Forum by Klaus Schwab in Davos, Switzerland.
1987
Renamed to World Economic Forum, broadening its focus to global issues and conflict resolution.
1998
Co-founded the Schwab Foundation for Social Entrepreneurship with Hilde Schwab.
2008
Launched the Global Agenda Council network to convene thought leaders on key global challenges.
2015
Designated as an NGO with 'other international body' status by the Swiss Federal Government.
2025
Klaus Schwab retired from his roles at the Forum.
2026
Børge Brende resigned as President over his relationship with Jeffrey Epstein.
Quellen
Organisationsinfo
- Gegründet
- January 24, 1971
- Hauptsitz
- Cologny, Geneva, Switzerland
- Land
- Switzerland
- Chairman
- Larry Fink
- Typ
- Non-profit
- Legal structure
- Foundation under Swiss law; classified as 501(c)(6) business league by IRS
- Official language
- English
- Additional offices
- New York, San Francisco, Beijing, Tokyo, Seoul
- Annual meeting location
- Davos, Switzerland
- Membership categories
- Regional Partners, Industry Partner Groups, Strategic Partners
Finanzen
- Mitarbeiter
- 800+
Offizielle Webseite
www.weforum.org
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